Angela Erwin MdL (Foto: privat)

Düsseldorf. Seit einiger Zeit bemühen sich Förderer aus der Düsseldorfer Politik und Zivilgesellschaft, ein sog. „Childhood-Haus“ in der Landeshauptstadt zu errichten. Bei dieser guten Einrichtung handelt es sich um ein interdisziplinäres und behördenübergreifendes Zentrum für Kinder, die Opfer und Zeugen von Gewalt wurden. Auf Initiative der CDU hat der Landtag NordrheinWestfalen nun finanzielle Mittel zur Ausstattung eines ersten Hauses in NordrheinWestfalen bereitgestellt. Die Düsseldorfer Landtagsabgeordnete Angela Erwin, die von Beginn an zu den Unterstützern eines Childhood-Hauses in der Landeshauptstadt zählte, erklärt hierzu: „Im Angesicht der erschreckenden Kindesmissbrauchsfälle in Lügde und Bergisch Gladbach setzen wir ein Zeichen für einen kindgerechten Opferschutz“.

Der von der CDU auf den Weg gebrachte Änderungsantrag zum Landeshaushalt 2020 stellt die Weichen für ein Childhood-Haus in Düsseldorf. „Mit den Landesmitteln soll die Einrichtung der entsprechenden Vernehmungs- und Beratungszimmer, inkl. Videokonferenz-Technik, Server und sonstiger technischer Vorkehrungen finanziert werden“, so Erwin, die auch rechtspolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist. Mit diesen Mitteln, die in den Justizetat eingestellt werden, kann eine strafrechtliche Verfolgung der Täter gewährleisten werden.

Hintergrund:

Das Childhood-Haus nimmt die Idee des skandinavischen „Barnahus“ (wörtlich: „Kinderhaus“) auf und setzt es modifiziert in Deutschland um. In kindgerechter Umgebung können dort u.a. explorative und forensische Befragungen sowie medizinische und psychologische Untersuchungen durchgeführt werden. Das Childhood-Haus bündelt alle hierfür notwendigen interdisziplinären Professionen (Polizei, Staatsanwaltschaft, Ermittlungsrichter, Jugendamt, Rechtsmedizin, Kinderärzte und Sachverständige), um eine möglichst optimale Versorgung für Kinder und Jugendliche mit Missbrauchserfahrungen zu sichern.
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