(Foto: privat)
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Mülheim. Ausstellung in der Petrikirche eröffnet

„Wir erleben im Nahen Osten in diesem Tagen eine Geschichte der Gewalt“, sagte Pfarrerin Annegret Cohen in ihrer Ansprache zum Eröffnungsgottesdienst der Ausstellung „Frieden geht anders“ in der Petrikirche. „Aus dieser Gewalt entstehen unzählige persönliche Leidensgeschichten. Gegen Gewalt richtet sich unser Appell ,Frieden geht anders‘. Es gibt sie nämlich, die Geschichten von Aussprache und Versöhnung – das wird in der Ausstellung erzählt. Und es gibt die Wege der Rechtsprechung und Diplomatie, die schon Erfolg bewiesen haben.“ Frieden sei nie ein einfacher Zustand, betonte Pfarrerin Annegret Cohen, sondern sei vielmehr ein Prozess, „ein Weg, den wir miteinander gehen, der zum Beispiel in der Familie und in der KiTa beginnt. Wir sind dabei persönlich in die Verantwortung gestellt.“

In der Mülheimer Petrikirche am Pastor-Barnstein-Platz sind von nun an bis zum 9. Februar verschiedene Ausstellungsobjekte, Rollups und Multimediastationen zu sehen und auszuprobieren. Anhand von elf konkreten Konflikten wird dargestellt, wie Menschen zum Beispiel in Südafrika, Mosambik oder im Baltikum ihre Wege zum Frieden geebnet haben. Fünf Abstimmungssäulen laden dazu ein, sich selber zu Friedens-Fragen zu positionieren. Für vertiefende Informationen sind an verschiedenen Stellen QR-Codes angebracht, es lohnt sich also, das Smartphone mitzubringen. Die Inhalte sind anschaulich aufbereitet für alle Interessierten ab ca. 13 Jahren. Geöffnet ist die Ausstellung mittwochs bis freitags von 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr und zu den Gottesdiensten, für Gruppen auch auf Anfrage an sabine.dehnelt@ekir.de. Der Eintritt ist frei.

Von den Wegen, Konflikte fruchtbar zu bearbeiten, werden auch über zwanzig öffentliche Veranstaltungen erzählen, die in den kommenden Tagen im gesamten Mülheimer Stadtgebiet stattfinden. Das komplette Programm von Musik, Kino, Kabarett bis Workshop und Diskussion findet sich unter www.frieden.kirche-muelheim.de.

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