Isabel Briese freut sich auf die Zusammenarbeit in ihrem jungen Team (Foto: Stadt Meerbusch)

Meerbusch. Junges Team mit großen Aufgaben

Isabel Briese ist neue Leiterin des Fachbereichs Stadtplanung und Bauordnung im Technischen Dezernat der Stadtverwaltung. Die 53-jährige tritt die Nachfolge von Kirsten Steffens an, die Ende letzten Jahres zur Stadt Krefeld gewechselt ist. “Ich freue mich auf spannende Aufgaben in einem neu aufgestellten Team”, sagt die gebürtige Saarländerin. “Junge Neuzugänge und erfahrene Kolleginnen und Kollegen arbeiten hier eng zusammen, das ergänzt sich gut”. Briese gilt als erfahrene Fachfrau aus der Praxis: Nach ihrem Studium führte sie als Mitinhaberin 16 Jahre lang ein eigenes Planungsbüro in Thüringen, danach leitete sie 13 Jahre die Abteilung Stadtplanung der Stadt Siegen.

Im Technischen Dezernat an der Wittenberger Straße in Lank stehen ihr 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Seite, bald werden 8 davon sich ausschließlich um Planungsaufgaben kümmern können. Und solche gibt es in Meerbusch angesichts steigender Baukonjunktur und regen Zuzugs reichlich. Das geplante Neubaugebiet am Kamper Weg in Osterath, das Erweiterungsgelände Areal Böhler II in Büderich oder das “Integrierte Handlungskonzept für Osterath” sind nur drei Beispiele für markante Großprojekte, die souverän gesteuert werden müssen.

Auch in der Baugestaltung in den Stadtteilen will Isabel Briese Zeichen setzen. Insbesondere in Wohngebieten ohne Bebauungsplan, in dem Neubaugesuche nach dem Paragrafen 34 des Baugesetzbuches beurteilt werden (… das Objekt muss sich “in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen”) möchte sie sensibel vorgehen. “Ich habe keine Vorbehalte gegen moderne Architektur. Wir müssen aber sorgfältig prüfen, wann und wo sie ins Umfeld und zu Meerbusch passt”, sagt die Planerin. Hier müsse bei Bedarf auch planerisch Vorsorge getroffen werden, etwa durch neue Satzungen. Dabei gelte es, Politik und Bürger im offenen Dialog mitzunehmen. “In der Stadtplanung und Bauordnung ist es immer wieder nötig, viele verschiedene Belange unter einen Hut zu bringen. Das funktioniert nur, wenn man offen auf die Beteiligten zugeht und kompromissbereit ist.”

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