Seit einigen Wochen beobachtet die Stadt Wesel sehr spezielles Phänomen: Einige Passanten, die die Kreuzung Esplanade/Kreuzstraße überqueren, zücken ihre Smartphones, um einen Schnappschuss von (und zum Teil mit) dem "Ampel-Esel" zu machen (Foto: privat)
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Wesel. Es gibt viele Gründe, warum Menschen es nicht bei „Grün“ über die Straße schaffen: Die Ampelphase ist zu kurz, sie starren abgelenkt auf ihr Smartphone oder das Laufen fällt schwerer als gewöhnlich.

Seit einigen Wochen beobachtet die Stadt Wesel ein weiteres, sehr spezielles Weseler Phänomen: Einige Passanten, die die Kreuzung Esplanade/Kreuzstraße überqueren, schauen erstaunt auf die neuen Ampeln mit dem Esel-Motiv. Nicht selten zücken sie sogar ihre Smartphones, um einen Schnappschuss von (und zum Teil mit) dem sympathischen Vierbeiner zu machen. In der Folge schaffen sie es nicht bei „Grün“ über die Straße.

Dabei ist die Ampelphase trotz der neuen Motive gleichgeblieben. „Wir haben lediglich die Hardware getauscht. Die alten Ampeln wurden durch neue, energiesparende LED-Leuchten ersetzt. Zudem haben wir eine Esel-Schablone als Motiv für das Lichtsignal installiert. An den Schaltzeiten haben wir bisher nichts geändert“, sagt die zuständige Sachbearbeiterin der Stadt Wesel, Margarete Strempel. Zwischenfälle sind nicht bekannt.

Demnächst öffnet Edeka in den Räumen des ehemaligen Saturns. Auch Aldi Süd baut derzeit seine Verkaufsflächen um. Mit dem erweiterten Angebot werden noch mehr Menschen die Ampel überqueren. Durch die moderne Technik können die Schaltphasen problemlos geändert werden. Die Ampeln sind in der Lage, automatisch den Verkehr zu zählen. Dadurch lassen sich Schaltzeiten auf die tatsächliche Verkehrslage anpassen.

Der Ausschuss für Bürgerdienste, Sicherheit und Verkehr wird in seiner nächsten Sitzung dazu informieren.

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