Seit sechs Jahren ist St. Ludger keine Kirche mehr und seit eben dieser Zeit wird über die Zukunft des Geländes nachgedacht. Die CDU im Rathaus Rheinhausen fragt jetzt nach dem Stand der Dinge (Foto: privat)
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Duisburg. Mit Blick auf die Sitzung der Bezirksvertretung Rheinhausen am 27. Februar zeigt sich die CDU-Fraktion Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen schon im Vorfeld zufrieden. Ihr Antrag, unverzüglich die Vorprüfungen zum Bau der Osttangente zwischen Logport und A 40 einzuleiten, hat die Duisburger „Groko“ dermaßen begeistert, dass diese die Initiative bereits per Stadtratsbeschluss am 17. Februar ins kommunale Pflichtenheft geschrieben hat. „Bleibt“, so die CDU-Fraktion, „Teil zwei unseres Antrages, einen Autohof Rheinhausen für mindestens 100 Lkw im Bereich der Osttangente zu bauen.“

Es gibt indes weitere CDU-Initiativen, die noch beraten und beschlossen werden müssen. Neben der verkehrssicheren Befestigung des Rumelner Kirchfeldweges (wir berichteten) und der wiederholten Aufforderung an die Verwaltung, den Einmündungsbereich Auf dem Pickert in Bergheim „endlich verkehrssicher zu machen“, fragt die Union ungeduldig nach drei „vergessenen Orten“.

Über Asterlagen, wo die katholische Kirchengemeinde St. Ludger Gotteshaus und Kindergarten aufgegeben hat, hat die CDU-Fraktion seit vielen Monaten über die bauliche Entwicklung des ehemaligen Kirchengrundstücks keine Hinweise mehr. Bereits 2014 wurde die Kirche profaniert, Mitte 2018 wechselte das Grundstück den Eigentümer, geplant sind dort Seniorenwohnungen.

Die CDU nimmt Anfragen aus der Bevölkerung zum Anlass, erneut die Verwaltung über den Sachstand zur Neunutzung der ehemaligen Krupp-Hauptverwaltung an der Franz-Schubert-Straße zu befragen. Verschiedene Investoren hatten hierfür bereits zwischen 2010 und 2012 sowie 2017 Entwürfe für eine neue Grundstücksnutzung vorgelegt. Die CDU-Fraktion fragt deshalb die Verwaltung, welche Kenntnisse sie hinsichtlich des Umbaus, einer Neubebauung oder einer anderen Nutzung des Grundstücks und des „Glaskastens“ hat.

Viele können sich nicht mehr daran erinnern, dass die Neue Krefelder Straße auch einmal einen „Bauabschnitt III“ hatte. Nachdem der Ausbau ab Borgschenweg Richtung Mühlenbergsee „so um die 90er Jahre“ die beiden Unterführungen erreicht hatte, war im wahrsten Sinn des Wortes „Ende Gelände“. Ohne größere Diskussion wurde nicht weitergebaut und die Trasse der Natur zurückgegeben. Jetzt riefen umfangreiche Kanalarbeiten die Union mit etlichen Fragen auf den Plan.

Besorgte Eltern informierten die CDU, dass es hier wie dort keinen oder kaum Schwimmunterricht gibt. Obwohl Pflichtfach könne er mangels Wasserfläche nicht überall angeboten werden. Kann die Stadt, so die Partei, den gesetzlich vorgeschriebenen Schwimmunterricht im Bezirk Rheinhausen, insbesondere an Grundschulen, sicherstellen?

Die Textpassage einer Mitteilungsvorlage erfreut insbesondere die Rumeln-Kaldenhausener Abteilung der CDU. Aus städtebaulichen Gründen werde die Errichtung einer Querungshilfe an der Rathausallee in Höhe der Aldi-Zufahrt befürwortet und final geprüft. In Folge dessen werde der Mehrzweckstreifen entfallen, sodass das leidige Lkw-Parken an dieser Stelle ausgeschlossen wird.

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