Abstrich für Corona-Test mit Wattestäbchen im Rachenraum. Aufnahme vom 2.3.2020 im Gesundheitsamt Düsseldorf (Foto: Stadt Düsseldorf / Uwe Schaffmeister)
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Düsseldorf/Wesel/Mönchengladbach/ Kaarst/Dormagen. Ein weiterer Düsseldorfer wurde nun positiv auf das Coronavirus getestet – Einzelne Klassen und Schulen in Wesel, Kaarst und Dormagen werden vorsorglich geschlossen

Ein weiterer Düsseldorfer wurde nun positiv auf das Coronavirus getestet. Der Mann (Jahrgang 1963) zeigt nur leichte Grippesymptome. Seine Frau ist bisher symptomfrei. Der Mann war ein enger Kontakt (Kategorie I) eines bekannten Falls aus Heinsberg.

Der Düsseldorfer befindet sich seit dem 3. März in häuslicher Quarantäne. Kurz darauf entwickelte er Symptome. Daraufhin wurde im Diagnostikzentrum ein Abstrich gemacht. Das Ergebnis kam gestern Abend, 7. März. Außer der Ehefrau gibt es keine weiteren Kontaktpersonen. Sie bleibt ebenfalls vorsorglich zu Hause in Quarantäne.

Mit dem aktuellen Fall gibt es bis Sonntagmorgen, 8. März, in Düsseldorf vier Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Sie haben bisher keine oder nur leichte Krankheitssymptome und befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Städtische Informationstelefon (Stand: 7. März, bis 16 Uhr)
232 Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern wurden am (Samstag, 7. März) von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Informationstelefons (0211-8996090) bis 16 Uhr angenommen und Auskünfte zum Umgang mit dem Coronavirus gegeben. Das Infotelefon ist rund um die Uhr, auch am Wochenende, besetzt. Wenn ein Test auf das Coronavirus (COVID-19) angezeigt war, wurde gleich ein Termin für das Diagnostikzentrum vergeben. Für den gestrigen Samstag, 7. März, wurden dort insgesamt 13 Termine für einen Test vereinbart. Zudem wurden sechs Termine für eine “mobile Testung” gemacht.

 

Begründeter Corona-Verdacht am Weseler Andreas-Vesalius-Gymnasium

Am Andreas-Vesalius-Gymnasium (AVG) in Wesel gibt es seit Sonntag, 8. März 2020, einen begründeten Verdacht auf eine Infektion einer Lehrperson mit dem Coronavirus.
Der Krisenstab des Kreises Wesel wurde einberufen und befindet sich in ständigem Austausch mit der Stadt Wesel und der Schulleitung. Der FD Gesundheitswesen des Kreises steht im Kontakt mit der womöglich infizierten Person und ermittelt derzeit Kontaktpersonen.

Das AVG bleibt bis mindestens Mittwoch, 11. März, vorsorglich geschlossen, bis ein valides Testergebnis vorliegt.

 

Coronavirus in MG: Statusbericht 08.03.2020 (10 Uhr)

In Mönchengladbach gibt es heute (Stand 08.03.2020/ 10 Uhr) unverändert sieben positiv auf das Coronavirus getestete Personen. 161 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Zwei Tests sind zur Abklärung im Labor, 124 Tests hatten ein negatives Ergebnis.

 

Kaarst: Kurzfristiges Schulverbot für Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums

Erneut muss am Albert-Einstein-Gymnasium ein kurzfristiges Schulverbot für rund 140 Schülerinnen und Schüler sowie 15 Lehrkräfte ausgesprochen werden. Dieses Schulverbot endet am Donnerstag, 12. März 2020. Betroffen sind die Teilnehmer einer Skifreizeit und eine achte Klasse. Eine Lehrerin erfuhr am Freitag während der Rückfahrt von der Skifreizeit, dass sie am 27.02.2020 Kontakt mit einer mittlerweile positiv auf den Corona-Virus getesteten Person hatte. Während der Skifreizeit und bis heute zeigte die Lehrerin keine Krankheitssymptome. Dennoch hat die Stadt Kaarst auf Empfehlung des Kreisgesundheitsamts das Schulverbot als Vorsichtsmaßnahme beschlossen. Neben den Teilnehmern der Skifreizeit – Schüler und Lehrer – sind auch Schülerinnen und Schüler einer achten Klasse kurzfristig vom Unterricht ausgeschlossen, die zuletzt am 28.02.2020 von der Lehrerin betreut wurde.

Wichtig: Der Schulbetrieb am Albert-Einstein-Gymnasium läuft für alle anderen Klassen und Kurse unabhängig von dieser Präventionsmaßnahme regulär weiter. Auch die bereits einmal verschobene Klausur im 3. Abiturfach findet morgen wie angekündigt statt.

 

Einzelne Klassen in Kaarst und Dormagen wegen Corona-Verdachtsfällen vom Unterricht ausgeschlossen

Rhein-Kreis Neuss/Kaarst/Dormagen. Im Rhein-Kreis Neuss gibt es weiter nur die eine am 3. März bestätigte Infektion mit dem Coronavirus. Aufgrund von Verdachtsfällen mussten am Albert-Einstein-Gymnasium in Kaarst und dem Norbert-Gymnasium Knechtsteden einzelne Klassen aus Vorsichtsgründen vorübergehend vom Unterricht ausgeschlossen werden.

Am Kaarster Albert-Einstein-Gymnasium wurden auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die Stadt Kaarst die Teilnehmer einer Skifahrt sowie die Schüler einer achten Klassen bis zum 12. März vom Unterricht ausgeschlossen. Eine Lehrerin der Schule hatte in ihrer Freizeit zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person aus Aachen. Die Lehrerin zeigt bislang keine Krankheitssymptome.

Am Norbert-Gymnasium Knechtsteden hatte ein Schüler aus Köln Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person. Die Klasse des Schülers sowie deren Lehrer und weitere Kontaktpersonen werden auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes von der Stadt Dormagen bis zum 10. März vom Unterricht ausgeschlossen.

Die an der Grundschule Stakerseite in Kaarst vom Unterricht ausgeschlossen Schüler können am morgigen Montag, 9. März wieder den Unterricht besuchen. Die Großtagespflege Villa Bambini in Neuss-Allerheiligen kann ebenfalls ab dem 9. März wieder öffnen.

Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/601-7777 eine Hotline eingerichtet. Diese ist montags – freitags von 8 – 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 – 18 Uhr erreichbar. Aktuelle Informationen sowie Antworten zu häufigen Fragen finden sich auf der Kreis-Homepage unter www.rhein-kreis-neuss.de/corona.

Das Robert-Koch-Institut schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland als mäßig ein. Für die meisten jungen Menschen oder Menschen im mittleren Alter ist das Virus laut Gesundheitsexperten nicht lebensgefährlich, wenn sie grundsätzlich gesund sind. Corona-Viren verursachen häufig eher eine milde Erkältungssymptomatik mit Fieber und Husten, können aber auch zu schweren Infektionen der unteren Atemwege (Lungenentzündungen) und Atemnot führen. Diese Symptome könnten allerdings auch durch die Grippe ausgelöst werden. Bei den bisher gut dokumentierten Fällen allerdings weiß man: Gefährlich ist das Coronavirus für ältere Menschen und die mit Vorerkrankungen. Es gibt (bisher) kaum schwere Verläufe bei Kindern und Jugendlichen, und Männer sind ein wenig stärker betroffen als Frauen.

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