v.l. Claudia Gehl, Superintendentin Dr. Barbara Schwahn, Koordinator Dietmar Krebbers, Pfarrerin Christine Grünhoff,  Kathrin Gerhartz (Foto: Furchheim)
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Krefeld. “Vertraut den neuen Wegen” heißt es in einem Lied. Genau darum ging es im Gottesdienst in der Markuskirche in Fischeln. Dietmar Krebbers aus der Ev. Kirchengemeinde Krefeld-Süd wurde in sein Amt als Koordinator der Ökumenischen Notfallseelsorge Krefeld durch Superintendentin Dr. Barbara Schwahn eingeführt. Krebbers ist schon lange als Notfallseelsorger in Krefeld aktiv,  jetzt aber mit neuer Funktion. “Neue Wege gehen auch Sie, die die Ausbildung gemacht haben und sich nun in Dienst nehmen lassen, also ab heute alleine los gehen”, betonte die Superintendentin in ihrer Ansprache. Claudia Gehl und Kathrin Gerhartz (Elsbeth Lüttges war verhindert) wurden nach ihrer einjährigen Ausbildung im Gottesdienst, den Dr. Schwahn gemeinsam mit Pfarrerin Christine Grünhoff hielt, als Notfallseelsorgerinnen beauftragt.  In ihrer Ansprache nahm die Superintendentin Bezug auf Abraham, der sich vor Urzeiten aufgemacht habe in ein Land, das Gott ihm zwar verheißen habe, von dem er aber nicht wusste, wo es sein würde, wie es da zugehe und was ihn da erwarte. “Trifft das nicht auf jeden Einsatz zu, zu dem Sie gerufen werden”, sprach Dr. Schwahn die Notfallseelsorgenden an. “Selbst wenn das Einsatzstichwort klar ist, z.B. Überbringung einer Todesnachricht. Mit welchen Menschen Sie es zu tun haben und wie sie reagieren, das wissen Sie nicht. Von Großschadenslagen wie dem Brand im Krefelder Zoo ganz zu schweigen.” Danke, dass Sie immer wieder dahin gehen, wo die meisten von uns lieber wegrennen oder wegsehen, so Dr. Schwahn. “Dass Sie da sind, bei den Menschen, die Situation mit ihnen aushalten, wo andere gaffen und Souvenirfotos schießen. Oder, wo, wie im häuslichen Bereich, sonst keiner etwas mitbekommt. Danke, dass sie den Rücken stärken, wo Menschen nicht mehr selbständig denken und entscheiden können.” Ein weiterer Satz in dem Lied lautet: “Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid”. Ja, das sind die Menschen, die in der Notfallseelsorge tätig sind.

Die Ökumenische Notfallseelsorge Krefeld

Notfallseelsorger sind da, wenn es um Erste Hilfe für die Seele in Notsituationen geht. Sie werden von der Feuerwehr gerufen, wenn seelische Betreuung benötigt wird. Das kann in Frage kommen, in Folge beispielsweise von häuslichen Todesfällen, Unfällen, Suizid oder weiteren Krisensituationen. Notfallseelsorge wird von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern der beiden großen Kirchen geleistet. Dazu ist eine intensive Ausbildung notwendig sowie eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung.​

In Krefeld wird die Notfallseelsorge (NFS) gemeinsam getragen vom Evangelischen Kirchenkreises Krefeld-Viersen und dem Bistum Aachen.

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