Leeres Regal, normalerweise steht in diesem Kamp-Lintforter Supermarkt hier Toilettenpapier (Foto: Christian Voigt/LokalKlick)
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Rhein-Ruhr. Alle aktuellen von den Behörden empfohlenen Schutzmaßnahmen sind wegen der Schnelllebigkeit derzeitig am Besten über die Homepages der Gemeinden, Städte und Landkreise zu erfahren.

 

Warnung vor Betrugsmasche mit Corona-Notfallversorgung

Die Polizei Oberhausen weist darauf hin, dass Betrüger aktuell vermehrt versuchen, sich an der Haustür mit einer Broschüre als Mitarbeiter einer „Notfallvorsorge“ auszugeben – um Angebote zu unterbreiten oder sich Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Es sind weder von der Stadt Oberhausen noch andere offizielle Institutionen mit derartigen Angeboten im Stadtgebiet unterwegs. Die Polizei rät zu gesundem Misstrauen, wenn Unbekannte vor der Tür stehen und von Geschäften an der Haustür rät sie ab.

 

Krisenstab Oberhausen: Weitere Maßnahmen

Der Krisenstab der Stadt Oberhausen hat am heutigen Samstag, 14. März, weitere Maßnahmen vorbereitet oder schon durchgeführt. „Der Krisenstab arbeitet auch heute weiter an Lösungen und Maßnahmen, und dies unter Hochdruck und rund um die Uhr. Dabei geht es unter anderem um die KITA-Notbetreuung. Ergebnisse werden für den morgigen Sonntag erwartet,“ so Krisenstabsleiter Michael Jehn in Abstimmung mit Oberbürgermeister Daniel Schranz. Zudem arbeitet die Stadt an den technischen und personellen Vorbereitungen einer gesonderten Hotline rund um die Fragen KITA und Notbetreuung. Diese soll im Laufe des morgigen Sonntags freigeschaltet werden. Eine entsprechende Telefonnummer wird bekanntgegeben. Diese Maßnahme soll unter anderem die Kolleginnen und Kollegen des Bürgertelefons entlasten. „Hier gehen hunderte Anrufe zu allen möglichen Themen ein. Wir wollen mit der gesonderten Hotline spezifische Anfragen unserer Bürgerinnen und Bürger thematisch kanalisieren“, so Jehn weiter.

Mobile Teststation: Die mobile Teststation vor dem RWO-Stadion ist bereits am heutigen Samstag (14. März) an den Start gegangen. Insgesamt 30 Abstriche wurden vorgenommen. Als Ergänzung zu den drei Testteams des DRK ist die mobile Teststation für Probanden, die eine Überweisung von ihrem Arzt oder dem ärztlichen Notfalldienst erhalten haben. Durch diese Maßnahme wird sichergestellt, dass mögliche Patienten keinen Kontakt zu anderen Personen haben. Personen, die nicht mobil sind, werden weiterhin von den Testteams des DRK angefahren.

Urlaubsrückkehrer: Der Krisenstab schließt sich der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an und bittet alle Personen, die in den letzten 14 Tagen in der Schweiz, in Österreich und Italien waren, sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Diese Empfehlung gilt auch für Personen, die bislang symptomfrei waren. Sollten Sie eine Ordnungsverfügung für Ihren Arbeitgeber benötigen kontaktieren Sie bitte das Gesundheitsamt über die E-Mail gesundheitsaufsicht@oberhausen.de mit folgenden Angaben: Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort, Reiseland und Reiseart, Reisezeitraum von-bis, Ankunft in Deutschland und Ankunft in Oberhausen.

Aktuelle Fallzahlen: In Oberhausen gibt es aktuell (Stand 14. März 2020, 15 Uhr) zehn bestätigte Verdachtsfälle, die positiv auf CoVid19 getestet worden sind. Insgesamt 139 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Luftaufnahme der heute in Betrieb genommenen mobilen Teststation in Oberhausen (Foto: Stadt Oberhausen)

 

Coronavirus – Mülheimer Jusos wollen helfen

In der letzten Vorstandssitzung haben die Jusos Mülheim an der Ruhr sich dazu entschlossen, es den Jusos Brüssel und Jusos Offenbach gleich zu tun: “Ab sofort übernehmen wir Einkaufsdienste, Apothekengänge, Erledigungen etc. für Menschen, die laut ECDC, WHO und auch das Robert-Koch-Institut als Risikogruppen benannt wurden:

– ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 – 60 Jahren)
– Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
– des Herzens (z.B. koronare Herzerkrankung),
– der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis),
– der Nieren,
– Patienten mit chronischen Lebererkrankungen,
– Patienten mit Diabetes mellitus,
– Patienten mit einer Krebserkrankung,
– Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z.B. Cortison)”, erklärt Laura Libera, die Vorsitzende der Jusos Mülheim an der Ruhr.

Zusätzliche Kosten fallen selbstverständlich NICHT an. Es bleibt bei den regulären Einkaufskosten für die Produkte aus den Einkaufsmärkten, die Einkaufs-, Apothekengänge und Sonstiges erledigen die Jusos Mülheim an der Ruhr ehrenamtlich.

Wer ihre Unterstützung braucht oder selbst mit ein paar Einkäufen unterstützen will, kann sich gerne per Telefon an 0208 4593519, per Mail an info@juso-mh.de oder über die Social-Media Kanäle der Jusos Mülheim an der Ruhr an diese wenden.

“In Zeiten wie diesen ist es mehr denn je notwendig, dass wir solidarisch miteinander sind. Wir möchten unseren Beitrag leisten und wenn möglich das Verlassen des Hauses für Risikogruppen vermeiden”, sagt Laura Libera, Vorsitzende der Jusos Mülheim an der Ruhr.

 

Bestätigter Corona-Fall im Marien-Hospital Wesel

Seit Samstag, 14. März 2020, gibt es einen bestätigten Corona-Fall im medizinischen Personal des Marien-Hospitals Wesel. Seit dem ersten Auftreten von Symptomen lässt die betreffende Person die Arbeit im Krankenhaus ruhen.

In enger Abstimmung des Koordinierungskreises des Krisenstabs mit dem Krankenhaus wurden die notwendigen Maßnahmen zur Sicherheit der Patientinnen und Patienten sowie zur Aufrechterhaltung des notwendigen Krankenhausbetriebes festgelegt. Diese werden nun vom Krankenhaus umgesetzt.

 

DRK Kreisverband Niederrhein hilft ab Montag Eltern mit Betreuung: Plätze für Kinder von Eltern, die zur „kritischen Infrastrukturgruppe“ gehören

Kreis Wesel. Der DRK Kreisverband Niederrhein wird auch für die Betreuung von Kindern sorgen, deren Eltern Mitarbeiter der sogenannten „kritischen Infrastrukturen“ sind – allerdings nur, wenn die Kinder bisher auch an einer DRK-Kita betreut wurden. Der Sammelbegriff „Kritische Infrastruktur“ umfasst eine Vielzahl von Einrichtungen, Anlagen und Dienstleistungen, die Schlüsselpositionen einnehmen und damit wichtig für die Handlungsfähigkeit des staatlichen Gemeinwesens sind.

Gemeint sind beispielsweise Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr, Rettungs­dienst, Krankenpflege­personal, Ärzte, Justiz, Katastrophenschutz, Ordnungs­behörden, Telekommunikationsdiensten, Energie- und  Wasser­versorgung, öffentlicher Personen-Nahverkehr und Lebensmittelversorgung,  – soweit sie alleinerziehend sind oder beide Elternteile in einem dieser genannten Bereiche tätig sind.

Alle Kitas ab Montag für diese Gruppe geöffnet

Dazu öffnet der DRK Kreisverband Niederrhein ab Montag alle seine 16 Kindertagesstätten im Kreis Wesel und übernimmt die Betreuung der Kinder von Eltern, die dieser Gruppe angehören, wenn die Kinder bisher in den Kitas des DRK Kreisverbandes Niederrhein angemeldet waren. Betreut werden  Kinder im Alter ab vier Monaten bis zum Einschulalter in der Zeit von 06:30 bis 19:30 Uhr. Um sicherzustellen, dass die Not-Maßnahme auch den richtigen Eltern zuteilwird, benötigen diese eine Bescheinigung ihrer Dienststelle, dass sie zur „Kritischen Infrastrukturgruppe“ gehören.

Mit dieser Maßnahme folgt der DRK Kreisverband Niederrhein dem Maßnahmenpaket der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, die – trotz Schul- und Kitaschließungen – Betreuungsmöglichkeiten für Kinder von Eltern dieser Berufsgruppen vorsieht.

Wir halten Rücken frei

„Unsere Kita-Mitarbeiter werden ab Montag die Betreuung dieser Kinder gewährleisten“, betont DRK-Geschäftsführer Andreas Bußmann. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir den Menschen, die in diesen ‚kritische Infrastrukturen‘ tätig sind, gegenüber haben. Sie sorgen für uns alle – und nun halten wir diesen Eltern den Rücken frei, in dem wir die Betreuung ihrer Kinder übernehmen.“

Bezüglich der Betreuung der Kinder, die bisher nicht in den DRK-Kitas angemeldet waren und deren Eltern ebenfalls kritischen Infrastrukturen angehören, wartet der DRK Kreisverband Niederrhein noch auf den Erlass des Landschaftsverbands Rheinland (LVR), der für das Wochenende angekündigt ist.

Der DRK-Kreisverband hat seine eigenen Kindertagesstätten bis zum 19. April vorerst geschlossen.

 

Weitere Corona-Fälle im Kreis Viersen – Viersen, Kempen und Willich besonders betroffen

Kreis Viersen. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Kreis Viersen ist am Samstag (Stand 17 Uhr) auf 27 angestiegen. Eine Person konnte jedoch inzwischen als gesund entlassen werden. In Viersen, Kempen und Willich gibt es die meisten Fälle.

 

Rhein-Kreis Neuss: Besuch auch in Pflegeheimen eingeschränkt

Publikumsverkehrs in der Kreisverwaltung nur noch nach Terminvereinbarung

Aufgrund des Coronavirus kommt es ab sofort zu Einschränkungen im Publikumsverkehr der Kreisverwaltung sowie der Besuchsmöglichkeiten in den Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet. So ist in allen Ämtern Publikumsverkehr vorerst nur noch mit einem persönlichen Termin möglich. Eine Terminvereinbarung kann dabei über die Homepage des Kreises unter www.rhein-kreis-neuss.de oder telefonisch in den Ämtern erfolgen. Über die Hotline des Kreis-Gesundheitsamtes sind keine Terminvereinbarungen möglich.

„Hiermit möchten wir die Bürger und unsere Mitarbeiter vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen und die Funktionsfähigkeit der Kreisverwaltung sicherstellen“, erläutert Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Darüber hinaus hat der Kreis als WTG-Behörde verfügt, dass in allen Pflegeeinrichtungen bis auf weiteres nur noch je Bewohner maximal eine Person je Tag für eine Stunde als Besuch zugelassen ist. Zudem ist ein Besuch nur in den Zimmern der Bewohner und nicht in den Gemeinschaftsräumen möglich. Personen mit grippeähnlichen Symptomen ist ein Besuch nicht erlaubt.

„Die pflegebedürftigen Menschen in den Einrichtungen sind bei einer Erkrankung mit dem Coronavirus besonders gefährdet. Mit der Einschränkung der Besuchsmöglichkeiten schützen wir diese und auch das Pflegepersonal vor einer Ansteckung“, so Petrauschke. „Gemeinsam mit den Einrichtungen werden wir kurzfristig besprechen, wie ergänzend auch digital Kontakt zu Angehörigen ermöglicht werden kann“, ergänzt der Landrat.

Die Kreismuseen in Dormagen-Zons und Rommerskirchen-Sinsteden, die Musikschule des Rhein-Kreis Neuss, das Kreisarchiv sowie das Mundartarchiv werden bis zum 19. April für den Publikumsverkehr geschlossen.

 

Coronavirus in MG: Statusbericht 14.03.2020 (14 Uhr) 

Das Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach meldet heute (14.03.2020/14 Uhr) insgesamt 35 Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet worden sind. Das sind 12 mehr als gestern. Die Zahl der unter Quarantäne stehenden Personen liegt aktuell bei 199 und ist im Vergleich zu gestern um 35 gestiegen. Bei 253 Personen ergab der Test ein negatives Ergebnis, 12 Fälle sind noch nicht geklärt.

 

Erzbistum Köln stellt alle Gottesdienste ein
Bis 10. April – Mehr Gottesdeinstübertragungen aus dem Kölner Dom

Das Erzbistum Köln stellt  die Feier von öffentlichen Gottesdiensten ab dem morgigen Sonntag an allen Orten auf seinem Gebiet ein. Die Regelung gilt bis Karfreitag, 10. April. Die Gläubigen sind gebeten, Gottesdienstübertragungen in Fernsehen, Radio oder Internet zu verfolgen. Eine Übersicht ist auf unserer Internetseite www.erzbistum-koeln.de zu finden. In der gegenwärtigen Ausnahmesituation gelten im Erzbistum Köln insofern die „schwerwiegenden Gründe“, unter denen die Sonntagspflicht ausgesetzt ist. Die private Zelebration der Priester bleibt unverändert  erlaubt und ist gegenwärtig als stellvertretender Vollzug besonders empfohlen.

Die Kirchen sollen nach Möglichkeit zu den gewohnten Zeiten in der je üblichen Weise und unter Beachtung der bekannt gemachten Hygieneregeln für das persönliche Gebet geöffnet bleiben; hierbei sind in jedem Falle die jeweils geltenden amtlichen Verfügungen (z.B. Versammlungsbeschränkungen oder –verbote) maßgeblich. Die Spendung der Hl. Kommunion für Schwerkranke und Sterbende sowie der Krankensalbung erfolgt in der bisher gewohnten Weise.

In den kommenden Wochen überträgt DOMRADIO.DE (www.domradio.de) jeden Abend um 18 Uhr das Rosenkranzgebet und um 18.30 Uhr die Abendmesse aus dem Kölner Dom. An den Sonntagen wird die Heilige Messe um 10 Uhr, an allen Werktagen um 8 Uhr morgens übertragen.

 

Bistum Essen: Keine Verpflichtung einen Sonntagsgottesdienst zu besuchen

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck erklärt ausdrücklich, dass angesichts der gegenwärtigen Lage für alle Gläubigen keine Verpflichtung besteht, einen Sonntagsgottesdienst zu besuchen. Die Fernseh- und Rundfunkgottesdienste werden empfohlen. Den Priestern ist es in dieser Ausnahmesituation erlaubt, alleine zu zelebrieren. Die Pfarr- und Gemeindebüros bleiben für den Publikumsverkehr geschlossen.

Alle Gläubigen sind zum persönlichen Gebet eingeladen und aufgefordert, besonders auch zum fürbittenden Gebet für alle Menschen in Kriegs- und Krisengebieten, für Menschen in Not und Krankheit, für die Flüchtlinge und alle Opfer von Krieg und Gewalt, für Ärzte und KrankenpflegerInnen, für alle, die Menschen helfen, ihnen beistehen und dem Frieden dienen.

 

Bistum Münster stellt Gottesdienste ein

Zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus hat das Bistum Münster entschieden, auch Gottesdienste abzusagen. Soweit dies möglich ist, gilt dies ab sofort, also noch für dieses Wochenende.

Zufällig entdecktes Stillleben in einem Kamp-Lintforter Supermarkt (Foto: Christian Voigt/LokalKlick)
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