Stolz auf ihre Gesellenbriefe sind die jungen Anlagenmechaniker aus dem Rhein-Kreis Neuss. Obermeister Christoph Linden (2.v.r.) erhob sie in den Gesellenstand, Kreisdirektor Dirk Brügge (2.v.l.), Kreislehrlingswart Johannes Schmitz (r.) und Klaus Koralewski (l.) stv. Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, gratulierten (Foto: Kreishandwerkerschaft)
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Rhein-Kreis Neuss. 32 junge Männer haben kürzlich ihre Ausbildung zu Anlagenmechanikern erfolgreich abgeschlossen. Während der Lossprechungsfeier der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Rhein-Kreis Neuss erhielten sie ihre Gesellenbriefe.

Obermeister Christoph Linden sprach die neuen Anlagenmechaniker im Foyer des Rheinischen Landestheaters Neuss traditionsgemäß von den Pflichten der Ausbildung los und erhob sie offiziell in den Gesellenstand. „Wer etwas machen will, das ihn fordert, findet es im Handwerk“, sagte Linden. Er hob die hohe Qualifikation hervor, die für das SHK-Handwerk notwendig sei: Der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sei auch durch die Digitalisierung inzwischen ein „High-Tech-Beruf“. „Ihr könnt in eurem Job auch einiges fürs Klima, sprich: zur Erreichung der CO2-Ziele, auf den richtigen Weg bringen“, fügte er hinzu.

Linden betonte, dass die Gesellen eine große Verantwortung haben – „und das sogar für Menschenleben, wenn man an den Umgang mit Gas und unserem Lebensmittel Nummer eins, dem Trinkwasser, denkt“. Sein Appell an die Anlagenmechaniker: „Seid also stolz auf euren erlernten Beruf, damit auch andere den Wert unseres Handwerks richtig einschätzen können.“

Stolz waren an diesem Abend die Gesellen ganz sicher. So etwa der 20-jährige Benedikt Vorgerd aus Dormagen-Zons, der seine Ausbildung im Betrieb von Ralf Ludwig in Dormagen absolvierte und dort auch zunächst weiterarbeiten und Berufserfahrung sammeln wird. Die Idee, den Beruf des Anlagenmechanikers zu erlernen, bekam er durch seinen Bruder Lukas, der bereits ein Jahr zuvor die gleiche Ausbildung begonnen hatte.

Christian Haubert hat ein klares Ziel vor Augen: Der 21-jährige will eines Tages den von seinem Großvater gegründeten SHK-Betrieb in Dormagen übernehmen. Er konnte die nach dem Fachabitur begonnene Ausbildung verkürzen und sogar gleichzeitig die Technikerschule besuchen, die er auch bald abschließen wird. Den Meister will er ebenfalls machen. „Es ist mein absoluter Traumberuf, denn unser Handwerk ist sehr vielseitig und uns erwarten täglich neue Aufgaben, die wir lösen müssen“, erklärte er. Besonders begeistern ihn die modernen Smart-Technologien sowie ausgefallene Kundenwünsche. Er weiß aber auch: „Unsere Ausbildung geht erst jetzt richtig los, denn wir müssen uns jeden Tag beim Kunden beweisen“, sagte Christian Haubert, der gemeinsam mit Jan Aßmann die Topleistung des Jahrgangs erbracht hatte. Beide wurden als Prüfungsbeste geehrt.

Kreisdirektor Dirk Brügge beglückwünschte die jungen Gesellen: „Sie haben Ihr Können unter Beweis gestellt und der Gesellenbrief bescheinigt Ihnen Ihre fachliche Kompetenz“, sagte er. Er riet den Nachwuchshandwerkern, sich trotz bester Berufsaussichten stets um Weiterbildung zu bemühen: „Suchen Sie weiter die Herausforderung.“ Dazu gehöre auch der Meistertitel, so Brügge: „Der Rhein-Kreis Neuss ist Meisterkreis.“

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