IHK-Präsident Burkhard Landers (Foto: IHK)
Anzeigen

Duisburg/Kreis Wesel/Kreis Kleve. Hilfsprogramme „Rettung in letzter Minute“

Wegen Corona ist die Lage der Unternehmer in Duisburg und am Niederrhein dramatisch, zum Teil verzweifelt. Gastronomie, Hotellerie, Reisebüros, Eventagenturen und Dienstleister sind existenziell bedroht. Einzelunternehmer und Kreative sehen sich vor dem Aus. Die Niederrheinische IHK hilft mit einer Beratungs-Hotline und setzt ihre Beitragsveranlagung bis auf Weiteres aus. Die Maßnahmen der Politik bezeichnet die IHK als „Rettung in letzter Minute“.

„Die Lage ist schlimm. Damit besonders unsere kleinen und mittleren Unternehmen überleben, brauchen wir jetzt schnelle, unbürokratische Hilfen. Es geht vor allem um Liquidität, den laufenden Betrieb weiterzuführen und die Mitarbeiter halten zu können. NRW hat bereits reagiert. Mit 25 Milliarden erleichtert das Land den Zugang zu staatlichen Bürgschaften und damit zu Krediten durch die Hausbanken. Auch der Bund will Anfang nächster Woche ein Sofort-Programm bekannt geben, das mit dem DIHK abgestimmt ist. Der wichtigste Punkt: In Not geratene Kleinunternehmen und Selbstständige sollen unkompliziert einen Zuschuss erhalten. Nur so können wir sicherstellen, dass Unternehmen überleben, für die die klassischen Kriseninstrumente wie Kurzarbeitergeld oder Landesbürgschaften nicht passen“, unterstreicht IHK-Präsident Burkhard Landers. Entscheidend für den Erfolg der Maßnahmen: schnelle Bearbeitungszeiten bei den Kreditinstituten, den Förderbanken und den Arbeitsagenturen. „Wir sind jetzt alle gefordert, sehr zügig Hand in Hand zu arbeiten, um unseren Unternehmen zu helfen“, betonte der IHK-Präsident.

Gleichzeitig zu Liquiditätshilfen unterstütze die Unternehmen alles, was finanziell entlaste, so Landers. So zum Beispiel die sofortige Abschaffung des Soli auch für Unternehmen. Von den Kommunen am Niederrhein fordert die IHK, ihre Steuern und Gebühren zu stunden. Vorreiter seien hier unter anderem die Städte Duisburg und Moers, lobte der IHK-Präsident.

Auch die IHK entlastet ihre Mitgliedsunternehmen und setzt bis auf Weiteres ihre Beitragsveranlagungen aus.

Zu allen Fragen von Krediten, Finanzierungshilfen und Bürgschaften über Kurzarbeitergeld bis hin zu rechtlichen Fragen hat die IHK eine Hotline für Unternehmen eingerichtet.

„Bei unseren Beratern laufen die Telefone heiß. Deshalb haben wir unser Beraterteam und die Beratungszeiten ausgeweitet. Unsere Unternehmen sollen wissen, dass sie nicht alleine sind und dass wir mit ihnen gemeinsam diese Krise bewältigen“, bekräftigt der IHK-Präsident.

 

Infokasten:

Unsere Berater sind per Rückruf-Hotline von Montag bis Freitag von 8:00 bis 16:30 Uhr und Samstag von 9:00 bis 13:00 Uhr zu erreichen. Leider ist unsere Telefonanlage wegen des hohen Anrufaufkommens zeitweise überlastet. Deshalb werden Beratungssuchende gebeten, uns eine E-Mail zu senden. Hinterlassen Sie dabei bitte Ihre Telefonnummer. Wir rufen Sie zurück.

Unsere Fachberaterinnen und -berater:

Finanzierungshilfen, Kredite, Bürgschaften

Mariann Ludewig ludewig@niederrhein.ihk.de
Heike Möbius moebius@niederrhein.ihk.de
Kai Hagenbruck hagenbruck@niederrhein.ihk.de
Holger Schnapka schnapka@niederrhein.ihk.de

 

Kurzarbeitergeld

Kristina Volkwein volkwein@niederrhein.ihk.de
Eva-Maria Mayer mayer@niederrhein.ihk.de
Min-Sun Lang lang@niederrhein.ihk.de

 

Rechtliche Fragen (z. B. Arbeitsrecht, Stornierungen etc.)

Kristina Volkwein volkwein@niederrhein.ihk.de
Eva-Maria Mayer mayer@niederrhein.ihk.de
Min-Sun Lang lang@niederrhein.ihk.de

 

Erlasse zu Schließungen von Geschäften und Gastrobetrieben

Michael Rüscher ruescher@niederrhein.ihk.de
Nadine Deutschmann deutschmann@niederrhein.ihk.de

 

Taxi, Mietwagen, Busunternehmen, LKW- und Gefahrguttransporte

Jens Wischerhoff wischerhoff@niederrhein.ihk.de
Ernst-Stefan Dören doeren@niederrhein.ihk.de

Beitrag drucken
Anzeigen