Jürgen Abeln (Foto: privat)
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Rhein-Ruhr. Besonnen, aber konsequent – so sollte unser Handeln in der Corona-Krise sein, um uns Bürger bestmöglich zu schützen. Panisch Alleingänge bei der Ausgangssperre zu fordern (Griefahn hält Ausgangssperre für notwendig), trägt nicht zum Zusammenhalt der Bevölkerung bei und verunsichert die Bürger mehr, als dass es schützt.

Wir haben Angst. Ein Virus, das man nicht sieht und riecht und dem wir uns ausgeliefert fühlen. Die natürliche Reaktion des Menschen sind zwei Extreme: Panik oder komplettes Verdrängen. Beides sehen wir aktuell in unserem Land. In der Evolution des Menschen war das durchaus hilfreich. In unserer Gesellschaft jedoch helfen diese Mechanismen nicht mehr. Sie schaden uns in der Bewältigung unserer Krise. Denn beide Seiten haben oder wollen kein Verständnis für die jeweils andere Seite aufbringen. Hamsterkäufe und Verhöhnen stehen sich unversöhnlich gegenüber.

Wir sollten alle einmal kurz innehalten. Und uns selbst reflektieren. Uns die Frage stellen: wie kann ich mich und andere schützen? Wie können wir es gemeinsam schaffen?

Tröpfcheninfektion ist das Erfolgsmuster des Virus. Wenn wir unser Verhalten darauf einstellen, hat das Virus wenig Chance. Jeder kann darauf achten und es ist eigentlich ganz einfach. Aber unser antrainiertes Verhalten zu ändern ist nicht immer leicht. „Hand vor den Mund“, hieß es früher. Aber es ist machbar, wenn wir es uns bewusst machen. Also: in die Armbeuge husten und niesen. Zweite Grundregel: Abstand halten zu anderen Menschen. Auch das ist einfach, braucht aber Übung.

Üben wir also die zwei Grundregeln, und gestehen auch anderen zu, nicht immer sofort perfekt zu sein. Die derzeitigen drastischen Maßnahmen der Regierung haben uns die Augen geöffnet: es ist wichtig, aus dem Gewohnten herausgerissen zu werden. Wir müssen schnell und konsequent handeln. Selbst wenn die Ausnahmesituation enorme wirtschaftliche Konsequenzen hat. Aber wir müssen auch schnell wieder zu einer Normalität zurückkehren. Einer anderen Normalität. Das Virus wird nicht in vier Wochen besiegt sein, Ausgangssperre hin oder her. Es wird uns bis zu einem Impfstoff oder einer Herdenimmunität begleiten. Beides wird eher ein bis zwei Jahre dauern, als ein bis zwei Monate.

Eins ist jetzt also wichtig: Zusammenhalt. Nur zusammen können wir uns erfolgreich vor dem Virus schützen. Nur zusammen können wir wieder über unser Leben selbst bestimmen. Halten wir uns an die Grundregeln und das Virus wird nicht mehr über uns bestimmen. Ermuntern wir uns gegenseitig, sich auf Veränderungen einzustellen. Behalten wir einen klaren Kopf. Gemeinsam werden wir es schaffen!

Ein KlarKlick von Jürgen Abeln, Parteiloser Oberbürgermeisterkandidat in Mülheim an der Ruhr

 

Anmerkung der Redaktion: Unter KlarKlick versteht die LokalKlick-Redaktion Gastkommentare, die zur gesellschaftlichen Diskussion führen. Sie geben nur die Meinung des Gastkommentatoren wieder und sind nicht unbedingt die Meinung der Redaktion.

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