(Foto: privat)
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Rees. Reeser Ruderverein und Holemans GmbH trafen sich am Reeser Meer

Noch deutlich vor den Einschränkungen, die das Corona-Virus mit sich bringt, hatten sich Mitglieder des Vorstands des Reeser Rudervereins mit dem Geschäftsführer der Holemans GmbH, vormals Niederrheinischen Kies- und Sandbaggerei (NKSB), Michael Hüging-Holemans und dem Prokuristen und technischen Leiter Thomas Derksen am Reeser Meer getroffen. Thema war die Restauskiesung am Reeser Meer. Vor Kurzem hatte die NKSB alle nötigen Genehmigungen dazu erhalten. Auch der Stadtrat der Stadt Rees hatte mehrheitlich diesem Vorhaben zugestimmt.

Michael Hüging-Holemans erläuterte: „Die Technik ist vorangeschritten. Wir können mittlerweile auch Kies dort absaugen, wo das früher nicht ging. Dies ermöglicht eine bessere Nutzung der Kiesvorräte in bereits vorhandenen Baggerseen. Als gute Nachbarn wollen wir heute dem Reeser Ruderverein unser Vorhaben im Detail erläutern.“ Thomas Derksen ergänzt: „Es geht um 2,2 Millionen Tonnen Kies, der bei der ersten Auskiesung in den 1970er und 80er Jahren liegen geblieben war. Der soll nun mit einem Saugbagger geborgen werden.“

Der 1. Vorsitzende des Reeser Rudervereins Peter Beckmann sagt: „Für uns war wichtig, dass die nötigen Abstandsflächen eingehalten werden und wir ohne große Einschränkungen unsere verschiedenen Wassersportarten weiterhin durchführen können. Sowohl der Stadtratsbeschluss, als auch unser Gespräch heute bestärken mich darin, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind. So muss etwa der Saugbagger 60 Meter Abstand vom Strand und von der Böschung halten. Wir werden uns hier schon nicht ins Gehege kommen,“ ist sich Beckmann sicher.

Harry Schulz, 2. Vorsitzender des Reeser Rudervereins und stellvertretender Bürgermeister der Stadt Rees begrüßt den Beschluss des Stadtrates: „Im Grunde ist das eine Win-Win-Situation. Wir stärken unsere Gewerbetreibenden vor Ort und sichern Arbeitsplätze sowie Steuereinnahmen. Gleichzeitig nutzen wir die noch vorhandenen Ressourcen besser und verhindern, dass wieder ein Acker dem Kiesabbau zum Opfer fällt.“

Deutlich war spürbar bei dem Gespräch: Allen Beteiligten ist ein gutes Einvernehmen wichtig. Die Interessen von so unterschiedlichen Bereichen wie Kiesabbau, Wassersport und Naturschutz können miteinander in Einklang gebracht werden.

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