Solidarische Hilfe Mülheim im Rathaus am 23.03.2020 (Foto: Walter Schernstein)
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Mülheim. In der Krise zeigt sich Mülheim auch immer von seiner starken Seite. Es gibt seit einigen Tagen eine große Zahl an Hilfsangeboten. Kirchen, Verbände, Hilfsorganisationen, Nachbarschaftsvereine, Wohnungsbaugesellschaften, aber auch politische sowie neu gegründete private Initiativen und eine Vielzahl an Einzelpersonen – sie alle wollen helfen oder tun dies ganz einfach bereits. Solidarische Hilfe in Mülheim hat Tradition.

Die Stadt Mülheim hat gemeinsam mit dem CBE die Koordination der vielfältigen Hilfsangebote übernommen. Das CBE wird darüber hinaus auch die zahlreichen Angebote von Einzelpersonen bündeln und für die Einsätze an den richtigen Stellen sorgen.

Für private Initiativen und Einzelpersonen hat dies den zusätzlichen Vorteil, dass alle ehrenamtlichen HelferInnen, die sich beim CBE registrieren, dort auch versichert sind.

Die Bündelung von Hilfsangeboten ist auch für die Feuerwehr von wesentlicher Bedeutung. Nur so kann es gelingen, dass für tägliche Lagebesprechungen des Krisenstabes gebündelt alle wesentlichen Informationen zur Verfügung stehen. Von Interesse ist dabei insbesondere, ob es Tendenzen (z.B. auffällig hohe Fallzahlen) bei den unterschiedlichen Hilfeleistungen gibt oder ob es bestimmte Wohnquartiere gibt, in denen besondere Hilfestellungen von Nöten sind.

Insgesamt hat sich das Solidarbündnis auf einige wenige Rahmenregeln verständigt, die es zu beachten gilt:

  1. Eine Kopie des Personalausweises der HelferInnen ist Voraussetzung für das Mitwirken.
  2. Mit schriftlicher Einverständniserklärung des/der Erziehungsberechtigen können Personen ab 16 Jahre mitwirken.
  3. HelferInnen ab 60 Jahre kommen nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt zumindest für jegliche Unterstützung, die Kontakt erfordert, leider nicht in Frage. Die orientiert sich klar an den Kriterien des Robert-Koch-Institutes (RKI), nach denen die Personengruppe ab 60 aufwärts zu den Risikogruppen gehört, die besonders zu schützen sind.

„Es wird nicht jedem leicht fallen, dies so zu akzeptieren. Aber wir haben auch die Verantwortung, Menschen vor sich selbst zu schützen“, so Guido Brücker von Referat des Oberbürgermeisters.

Wer helfen möchte, aber auch, wer Hilfe benötigt, kann sich ab sofort in ein Formular eintragen. Das entsprechende Formular ist sowohl auf der Seite des CBE (www.cbe.mh.de) als auch auf der Seite der Stadt Mülheim (www.muelheim-ruhr.de) zu finden.

„Wir bitten darum, dass sich alle HelferInnen und auch diejenigen, die Hilfe benötigen, auf diesem Weg melden, weil es uns die Arbeit sehr erleichtert“, sagt Michael Schüring vom CBE.  „Allerdings gibt es auch Menschen, die nicht über diese Möglichkeit verfügen. Für diesen Fall gibt es mit der 01573/2226007 eine zentrale Telefonnummer, die ab sofort Montag bis Freitag von 09.00 bis 16.00 Uhr besetzt sein wird.“

Alle Partner richten sich auf eine längere Zeit ein, in der Unterstützung notwendig sein wird. Die Partner, die bisher in dem Bündnis mitwirken, sind nachfolgend aufgelistet. Wer sich anschließen möchte, ist herzlich aufgerufen, sich beim CBE oder der Stadt Mülheim zu melden!

Die Bündnispartner:

  • Seniorenberatung der Stadt Mülheim
  • Evangelische Kirchengemeinde
  • Katholische Kirchengemeinde
  • Caritas
  • Deutsches Rotes Kreuz
  • AWO
  • Diakonisches Werk
  • Notfallseelsorge
  • Der Paritätische
  • Nachbarschaftsverein Styrum
  • Mülheimer Nachbarschaftsverein (MWB)
  • SWB Mülheim
  • Jusos
  • Junge Union (JU)
  • 4330hilft
  • Credo Gemeinde Saarn
  • Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE)
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