Sabine Schmidt (Foto: Laurence Chaperon)
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Düsseldorf. Die CDU-Ratsfraktion sorgt sich um die Situation in den beiden Düsseldorfer Frauenhäusern. Schon vor Ausbruch der Corona-Krise seien die Schutzunterkünfte voll belegt gewesen und hätten Zufluchtsuchende abweisen müssen. Nun drohe wegen der Ausgangssperren eine Zunahme häuslicher Gewalt, was zur weiteren Überlastung der Häuser führe, fürchtet die CDU. Als Lösung schlägt sie vor, leere Hotels für die Unterbringung von Betroffenen zu nutzen.

„Die Stadt sollte jetzt überlegen, wie der Mangel an Plätzen in den Frauenhäusern kurzfristig aufgefangen werden kann“, sagt Ratsfrau Sabine Schmidt, Vizevorsitzende im Gleichstellungsausschuss. „Die Ausgangssperren könnten vermehrt zu häuslichen Gewalttaten führen. Frauen und Kinder müssen dann dringend in eine geschützte Umgebung ausweichen.“ Abhilfe könnten in Düsseldorf Hotels schaffen, die zurzeit keine Gäste hätten. „Wenn Beherbergungsbetriebe einspringen könnten, wären Kapazitäten zur Soforthilfe frei. Wir als CDU rufen die Verwaltung auf, sich dafür einzusetzen.“

Ratsherr Andreas Auler, Mitglied im Ausschuss für Gleichstellung, ergänzt: „Der Platzmangel in den Frauenhäusern ist auch wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus kritisch.“ Sollte es zu Krankheitsfällen kommen, würden die Einrichtungen unter Quarantäne gestellt. „Das bedeutet dann einen völligen Aufnahmestopp. Daher soll die Stadt jetzt auf Hotelbetreiber zugehen, um hilfesuchende Frauen wenn möglich unterzubringen.“

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