Laser-Messung der Geschwindigkeit (Symbolbild der Polizei)
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Essen/Mülheim. Die dynamische Ausbreitung des Coronavirus hat dazu geführt, dass die Landesregierung NRW ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Eindämmung des Virus erstellt hat. Viele Geschäfte und gastronomische Betriebe mussten schließen oder haben ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Während ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger sich an die Maßnahmen halten, Kontakte auf das Wesentliche reduzieren und möglichst zu Hause bleiben, stellt die Polizei auch fest, dass die wenig frequentierten Straßen manche Fahrzeugführer zum Fahren mit (deutlich) überhöhter Geschwindigkeit verleiten.

Die Polizei hat bereits reagiert und Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht beachtet, zum Teil sogar deutlich überschritten wurden. Vorgestern (24. März) führten Polizisten Geschwindigkeitsmessungen auf der Wuppertaler Straße in Fahrtrichtung Bundesautobahn 44 durch. Dort beträgt die Höchstgeschwindigkeit 70 km/h. Innerhalb von drei Stunden maßen die Beamten 775 Fahrzeuge. 81 Verkehrsteilnehmer fuhren zu schnell, elf von ihnen so schnell, dass Ihnen sogar ein Fahrverbot auferlegt werden wird. Der höchste gemessene Wert betrug 175 km/h, somit eine Überschreitung von 105 km/h.

Polizeipräsident Frank Richter: “Wir dulden kein rücksichtloses Verhalten im Straßenverkehr und werden konsequent gegen diese Raser vorgehen! Die Polizei Essen wird in beiden Stadtgebieten die Kontrollen deutlich verschärfen.” Die Notwendigkeit dieser Kontrollen spiegelt sich in der hohen Anzahl an Verstößen wieder.

Die zuständige Direktion Verkehr wird in den nächsten Wochen im Zwei-Schicht-Modell unangekündigte Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Auch die Stadt Essen hat gegenüber der Polizei angekündigt, verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Gemeinsam möchten die Behörden für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. (ots)

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