Bundespolizei (Symbolfoto)
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Düsseldorf. Gestern Abend (01. April) um 20.15 Uhr leistete ein Jugendlicher (17) bei seiner Festnahme im Düsseldorfer Hauptbahnhof erheblichen Widerstand. Der alkoholisierte und vermutlich unter Drogen stehende Jugendliche pöbelte zunächst gegen Bahnreisende, widersetzte sich der Festnahme durch Treten und Schlagen und spuckte Polizeibeamte an.

Hierbei äußerte der 17-Jährige, dass er an COVID-19 erkrankt sei.

Zum Schutze der Beamten wurde dem Beschuldigten eine Spuckschutzhaube sowie Hand- und Fußfesseln angelegt. Bei der auf der Polizeiwache durchgeführten Durchsuchung wurde eine geringe Menge Betäubungsmittel – vermutlich Kokain – aufgefunden und sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme an (Richter nicht erreichbar), welche nur unter Zwang um 22.20 Uhr durchgeführt werden konnte. Bei einem freiwilligen Atemalkoholtest konnte ein Wert von 1,27 Promille ermittelt werden.

Zuständigkeitshalber wurde der Jugendliche in ein Düsseldorfer Krankenhaus überstellt. Die LVR-Klinik Düsseldorf hatte eine Aufnahme aufgrund des Alters der Person im Vorfeld abgelehnt. Die Einlieferung fand unter polizeilicher Begleitung statt.

Gegen den in Bonn wohnenden Tatverdächtigen wurden Strafverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie der versuchten Körperverletzung eingeleitet.

Desinfektionsmaßnahmen seitens aller beteiligten Akteure wurden vorschriftsgemäß durchgeführt. Eine Information über den aktuellen Gesundheitszustand des Jugendlichen liegt der Bundespolizei noch nicht vor. (ots)

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