Christoph Schneider, Leiter der Therapie in der Niederrhein Klinik (Foto: © Niederrhein Klinik)
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Korschenbroich. Niederrhein Klinik geht in der Corona-Krise neue Wege

Die OP ist gut verlaufen, die Physiotherapie kann beginnen – doch die bereits laufende physiotherapeutische Behandlung musste wegen der Corona-Krise unterbrochen werden. Das ist kein Einzelfall in diesen Tagen. Um den Genesungsprozess weiterhin zu unterstützen, bietet die Niederrhein Klinik in Korschenbroich ab sofort eine vollkommen neue Form der Physiotherapie: Krankengymnastik als Videobehandlung. „Liegt eine ärztliche Verordnung vor, dann treffen sich Therapeut und Patient über eine gesicherte Videoverbindung“, erklärt Christoph Schneider, Leiter der Therapie der Niederrhein Klinik. „So können Fragen erörtert und Hilfestellungen und Übungen gezeigt werden. Und ansatzweise kann der Therapeut auch korrigieren.“ Auch Probleme und Fragestellungen in Bezug auf das Krankheitsbild könnten besprochen werden, so Schneider. „Wir geben Tipps und Hinweise und begleiten die Rehabilitanden bei ihren Bemühungen, wieder gesund zu werden.“ Durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aller Daten werde sichergestellt, dass das Therapeuten-Patienten-Gespräch vertraulich bleibt und Dritte keine Patientendaten erhalten können.

Aufgrund der aktuellen Situation haben Kostenträger und Berufsverbände der Physiotherapie vereinbart, diese neue Therapie-Variante zu genehmigen. Den Patienten entstehen für den Service keine weiteren Kosten: Bei gesetzlich versicherten Patienten rechnet die Klinik die Behandlung direkt mit dem Kostenträger ab. Auch die Privaten Krankenversicherungen haben zugesichert, die Kosten zu erstatten. Alles, was die Patienten neben der Heilmittelverordnung über Krankengymnastik benötigen, sind eine Email-Adresse, ein Internetanschluss und ein Smartphone oder Computer mit Kamera, Lautsprecher und Mikrofon. „Wir sind froh, die Krankengymnastik als Videobehandlung anbieten zu können“, sagt auch Sebastian Kuhn, Prokurist der Niederrhein Klinik. „So sind wir auch in dieser schwierigen Zeit für unsere ambulanten Patienten da.“

Eines ist Christoph Schneider aber noch ganz wichtig: „Diese neue Therapieform ist leider nicht für alle Krankheitsbilder und Patienten geeignet. Den meisten aber werden wir mit unseren Übungsanleitungen helfen können, wieder fit zu werden oder Beschwerden zu lindern.“

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