(Foto: privat)
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Düsseldorf. Das Universitätsklinikum Düsseldorf hilft grenzüberschreitend bei der Versorgung von schwer erkrankten Patienten mit einer COVID19-Infektion: Zwei Patienten aus den Niederlanden sollen im UKD behandelt werden. Der erste ist bereits gegen 16 Uhr mit einem Hubschrauber zum UKD verlegt worden und wird auf der Intensivstation von dem spezialisierten Team betreut, das auch bisher schon die Versorgung intensivpflichtiger Corona-Patienten übernommen hat. Der zweite Patient wird für später am Abend erwartet. Beide Verlegungen werden aus der niederländischen Provinz Limburg vorgenommen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen mit Herrn Minister Laumann hatte sich für die Übernahme niederländischer Patienten eingesetzt, weil die Intensivkapazitäten im Nachbarland deutlich eingeschränkter sind. Während es in Deutschland ca. 34 Intensivbetten pro 100 Tsd. Einwohner gibt, hält die Niederlande hiervon ca. 7 vor. In NRW gibt es insgesamt ca. 5.000 Intensivbetten, davon ca. die Hälfte in Krankenhäusern der Maximalversorgung und Universitätskliniken, wie dem UKD.

Prof. Dr. Dr. Frank Schneider, Ärztlicher Direktor des UKD erläutert die Beweggründe für die Übernahme: „Krisen kann man nur mit Solidarität und Zusammenhalt gut überstehen. Es kommt jetzt darauf an, dass wir im Rahmen der eigenen Möglichkeiten dort helfen, wo Hilfe dringend gebraucht wird. Daher stehen wir bei der Bekämpfung der Pandemie an der Seite unserer Kolleginnen und Kollegen in den niederländischen Krankenhäusern.“

Am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) werden momentan (Stand: 06. April, 17:00 Uhr) 19 Patienten behandelt, die nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert sind. Neun Patienten befinden sich auf der Intensivstation, alle müssen beatmet werden.

Alle Patienten werden in Hinblick auf ihre Infektionskrankheit stationär am UKD behandelt. Derzeit ist eine sichere Vorhersage von einzelnen Krankheitsverläufen nicht möglich. Es gibt sehr häufig milde Verläufe. Auch schwere Krankheitsverläufe sind möglich aber deutlich seltener.

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