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Essen. Das Katholische Klinikum Essen (KKE) appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger in Essen, bei medizinischen Notfällen auch weiterhin ohne Zeitverzögerung ins Krankenhaus zu gehen oder den Rettungsdienst zu rufen. Schlaganfälle oder Herzinfarkte müssen sofort medizinisch versorgt werden und auch Beinbrüche, stark blutende Wunden, Blinddarmentzündungen und andere akute Notfälle gehören ins Krankenhaus.

Unter dem Hashtag #notfallinskrankenhaus wollen Marienhospital Altenessen, Philippusstift, St. Vincenz Krankenhaus und Geriatrie-Zentrum Haus Berge dringend auffordern, erste Anzeichen und Symptome für einen Notfall ernst zu nehmen.

„Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie muss jede akute Symptomatik zeitnah abgeklärt und behandelt werden“, so der Ärztliche Direktor und Verantwortliche für die Notfallmedizin, Prof. Dr. Andreas Biedler. Bundesweit ist in Corona-Zeiten ein Trend zu beobachten, dass Menschen in akuten Notfällen abwarten und später in die Kliniken gehen. Durch weniger Kontakte, werden auch Veränderungen des Gesundheitszustands später oder gar nicht erkannt. Aber: Je früher ein Schlaganfall im Krankenhaus behandelt wird, umso besser sind die Chancen, dass sich ein Patient davon erholt.

Auch beim Herzinfarkt spielt Zeit eine wesentliche Rolle: „Wir haben Grund zur Sorge, dass viele bei steigenden Infektions-Zahlen dem Krankenhaus fern bleiben könnten, weil sie Angst vor einer Infektion haben. Diese Einstellung kann fatale Folgen für den Einzelnen haben“, betont Kardiologin Prof. Birgit Hailer. Die Chefärztin der Klinik für Herzmedizin stellt fest: „Die professionelle und zeitnahe Versorgung ist bei vielen Krankheitsbildern entscheidend für die anschließende Genesung.“  Ihre Risiko-Patienten, wie diejenigen mit  Herzschwäche, rufen die Kardiologin und ihr Team persönlich an, um sich nach dem Zustand zu erkundigen. „Wir ermuntern unsere Patienten:  Wenn Sie unsicher sind, melden Sie sich bei uns, wir rufen umgehend zurück“, betont Prof. Birgit Hailer.

Das KKE hat sich auf den Umgang mit COVID-19-Patienten und Verdachtsfällen mit einem weitreichenden Maßnahmenkatalog vorbereitet und eine strikte räumliche Trennung der Patientenbereiche geschaffen. „Wichtig ist, wir übernehmen weiterhin für alle anderen Notfälle die Versorgung und Behandlung zu jeder Zeit. Natürlich auch, wenn es um die intensivmedizinsche Behandlung geht“, so KKE-Geschäftsführerin Kirsten Kolligs.

Doch nicht nur für Notfall-Patienten, auch für Schwangere steht, zum Beispiel    die Geburtsklinik am Marienhospital Altenessen weiterhin offen. In den vier Kreißsälen können Väter, Partner oder eine andere vertraute Person die werdende Mutter bei der Geburt begleiten und unterstützen. Auch anschließend können sie Mutter und Neugeborenes einmal am Tag besuchen – natürlich vorausgesetzt sie sind gesund. Dafür gibt es einen eigenen Besucherausweis.

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