Corona-Lagebesprechung im Kreishaus (Foto: © Kreis Kleve)
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Kreis Kleve. Die Bewältigung der Coronakrise stellt die Menschen rund um den Globus vor bislang ungeahnte Aufgaben und Herausforderungen. Das gilt auch für die Kreisverwaltung Kleve. Schnell und effizient arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter derzeit an sieben Tagen in der Woche an der Umsetzung einer sich in hohem Tempo ständig ändernden Lage. In enger Absprache treffen alle in die Krise involvierten Fachbereiche täglich und zeitnah an den Bedürfnissen orientierte Entscheidungen, setzen Erlasse des Ministeriums um und bringen sich auf den aktuellen Stand. Ob im originär zuständigen Bereich des Gesundheitsamtes, in der Leitstelle, beim Bevölkerungsschutz, dem Ordnungswesen oder an den Infotelefonen – derzeit konzentrieren sich alle verfügbaren Kräfte auf den Umgang mit Corona. „Die Bewältigung der Coronakrise ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit“, so Landrat Wolfgang Spreen. Aus dem Stand wurden in den vergangenen Wochen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Fachbereichen im Gesundheitsamt eingesetzt, um dem enormen Arbeitsaufkommen begegnen zu können. Der jeweilige Personalbedarf wird regelmäßig an die aktuelle Entwicklung angepasst. „In Anbetracht der hohen Fallzahlen ist dies eine große Aufgabe“, so Spreen. Generell ist es das Gesundheitsamt, das alle positiv getesteten Personen umgehend telefonisch über das Ergebnis informiert. Zum Ende der angeordneten Quarantäne meldet sich ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes bei den Betroffenen. Wenn diese dann seit mindestens 48 Stunden ohne Symptome sind, werden sie in der Statistik als „genesen“ geführt. Sollten Symptome vorliegen, wird eine Verlängerung der Quarantäne ausgesprochen. Die Leitstelle des Kreises Kleve organisierte dafür kurzfristig die Einrichtung des Bürgertelefons und seine Besetzung durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung mit täglich neuen Briefings durch die Gesundheitsbehörde. Hier müssen die Schichtpläne permanent neu geschrieben, mussten neue und belastbare Strukturen in kürzester Zeit geschaffen werden.

Der Kreis Kleve hat ein stark nachgefragtes finanzielles Soforthilfeprogramm für Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Kreisgebiet Kleve in Höhe von zunächst zwei Millionen Euro aufgelegt. Nur neun Tage nach dem Start am 01. April war die erste Tranche nahezu vollständig ausgezahlt, Landrat Wolfgang Spreen und die sechs Vorsitzenden der im Kreistag vertretenen Fraktionen gaben per Dringlichkeitsbeschluss ein Hilfspaket von weiteren zwei Millionen Euro frei. Die Kreisverwaltung steht darüber hinaus in ständigem Kontakt mit den Krankenhäusern, dem LVR-Verbund, den Pflegeeinrichtungen sowie den ambulanten Pflegediensten im Kreis Kleve. Auch die Verteilung der seitens des Landes zur Verfügung gestellten Schutzkleidung und Desinfektionsmittel wird von Mitarbeitern der Kreisverwaltung übernommen.  Allerdings müssen die Kontingente dafür zunächst in Düsseldorf abgeholt werden. Das in großen Kanistern angelieferte Desinfektionsmittel musste in den vergangenen Tagen zudem in eigens dafür angeschaffte kleinere Behältnisse umgefüllt werden, um eine Verteilung überhaupt zu ermöglichen. Mit Unterstützung der Kreisverwaltung startete die kassenärztliche Vereinigung am 01. April sukzessive mit den mobilen Probeentnahmestellen Corona Drive-In in Emmerich am Rhein, Weeze, Geldern und Goch. Für alle diese gleichermaßen dringlichen Aufgaben ist eine große Menge Logistik und Organisation erforderlich. Eine Herausforderung, der sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung seit Ausbruch der Krise nahezu pausenlos und hochmotiviert stellen. „Wir müssen leider davon ausgehen“, so Landrat Wolfgang Spreen, „dass diese besonderen Umstände noch für unbestimmte Zeit andauern werden. Ich danke deshalb allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großartiges Engagement und ihre außergewöhnliche Einsatzbereitschaft.“

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