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Oberhausen. Nun hat es leider auch Oberhausen getroffen! Zum ersten Mal haben sich in einem Seniorenzentrum unserer Stadt mehrere Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Corona-Virus infiziert. 14 Bewohner der ASB-Einrichtung am Annemarie-Renger Weg sowie fünf Betroffene aus dem Pflegeteam wurden positiv auf Covid-19 getestet. Insgesamt 30 Tests waren am Donnerstagabend angeordnet, nachdem zuvor das EKO einen Patienten aus dem ASB-Heim positiv getestet hatte, der wegen eines Sturzes eingeliefert worden war. „Die Ergebnisse zeigen leider, dass unsere Befürchtungen eingetroffen sind und die Vorsichtsmaßnahme der sofortigen Testungen richtig war“, erklärte Krisenstableiter Michael Jehn.

Die infizierten Bewohner werden nach Auskunft des ASB nunmehr strikt separiert. Da alle Infizierten auf einem von vier Wohnbereichen leben, steht dieser jetzt unter besonderem Schutz. ASB-Geschäftsführer: Ulrich Arns: „Unsere Anlage ist bis auf weiteres unter Quarantäne gestellt. Wir versuchen alles, um eine weitere Verbreitung zu verhindern oder zumindest in Grenzen zu halten.“

Nachdem die Ergebnisse vorlagen hatte Jehn noch am Freitagabend eine Besprechung im Stabsraum der Oberhausener Feuerwehr angesetzt, um das Vorgehen abzustimmen. Mitarbeiter von DRK und Feuerwehr, Gesundheitsaufsicht und Heimaufsicht, die  leitende Notärztin sowie zwei Vertreter der Oberhausener Ärzteschaft, trafen sich anschließend vor Ort mit der Leitung des ASB-Hauses. Die Feuerwehr hat die Einrichtung noch am Abend mit zusätzlicher Schutzausrüstung ausgestattet.

Noch bis nach Mitternacht wurden die Listen aller 250 weiteren Betroffenen zusammengestellt  und deren Testungen vorbereitet, die dann am frühen Samstagmorgen durchgeführt wurden. Drei  Bewohner mussten in der Zwischenzeit aufgrund eines verschlechterten Zustandes ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Angehörigen aller Bewohnerinnen und Bewohner wurden nach Angaben der Geschäftsführung vom ASB-Team informiert. Die Mitarbeiter der Einrichtung haben die erforderliche Schutzausrüstung, um die dort lebenden Menschen weiter versorgen und betreuen zu können. Fehlendes Personal wird durch Dienstleister ausgeglichen. Die gesamte Einrichtung ist desinfiziert worden.

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