Die Evangelische Kirche in Mönchengladbach Odenkrichen (Foto: privat)
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Mönchengladbach. „Ich habe mich sehr über die gute Nachricht gefreut, dass für die Sanierung der Chorfenster der Evangelischen Kirche in Odenkirchen Bundesmittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm IX zur Verfügung gestellt werden“, so der Bundestagabgeordnete Dr. Günter Krings (CDU) und fügt hinzu: „Der Erhalt an historischen, kulturellen und denkmalgeschützten Gebäuden ist immer ein besonderes Anliegen von mir. Deshalb habe ich als Mönchengladbacher Bundestagsabgeordneter gerne bei der Antragsstellung unterstützt.“ Aufgrund des Alters der Kirche (Baujahr 1757) sind permanent Sanierungs- und Renovierungsarbeiten in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt durchzuführen, um dieses wunderschöne Bauwerk stets in einem dem Alter entsprechenden Zustand zu halten und es so den kommenden Generationen zu bewahren.

Die Kirche und Gemeinde haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Nun steht sie vor einer weiteren größeren Herausforderung, die deren finanziellen Rahmen sprengen würde. Denn die Fenster in der Kirche und Sakristei müssen dringend bearbeitet werden, da hier der Zahn der Zeit besonders stark genagt hat. Die vorhandenen 12 Chorfenster sind sehr stark beschädigt. Viele Glasteile sind an den Eisenteilen durch Rostbildung gesprungen. Die vorhandene Verkittung an Blei und Eisensprossen ist sehr hart und größtenteils schon ausgebrochen.

Deshalb war die Begeisterung über die Nachricht über den Bundeszuschuss besonders groß. „Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet. Eine phantastische Überraschung und Nachricht für unsere Gemeinde. Im Namen des Presbyteriums der Ev. Kirchengemeinde Odenkirchen möchte ich mich recht herzlich bei Ihnen, Herr Dr. Krings, für Ihren Einsatz bedanken. Es freut uns sehr, dass durch diese Bundesmittel die dringend erforderlichen Maßnahmen jetzt durchgeführt werden können“, freut sich Volker Starck, Bau- und Finanzkirchmeister der Ev. Kirchengemeinde Odenkirchen.

Die Anfänge der evangelischen Gemeinde reichen bis in die Zeit um 1532. Odenkirchen gehörte damals zum katholischen Kurfürstentum Köln. Der jeweils regierende Kölner Erzbischof war weltliches und zugleich geistliches Oberhaupt. Der Aufgeschlossenheit der Odenkirchener Burggrafen ist es zu verdanken, dass reformatorisches Gedankengut in Odenkirchen schon früh Fuß fassen konnte.

Heute hat die evangelische Kirchengemeinde Odenkirchen ca. 6.200 Gemeindeglieder. Dies sind ungefähr 20% der Gesamtbevölkerung von Odenkirchen, einem bürgerlichen Stadtteil von Mönchengladbach, der früher eine selbständige Gemeinde war und heute das Gepräge einer mittelgroßen Stadt hat.

„Ich freue mich sehr über die Zuwendung an die Evangelische Kirche in Odenkirchen. Denn die große gesellschaftliche Bedeutung von Kirchen, Moscheen und Synagogen als Gebets- und Trosträume zeigt sich neuerlich in dieser Zeit“, so auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel. „Mein Dank geht an die Kirchen und Religionsgemeinschaften, die trotz hoher Feiertage in den vergangenen Wochen, mit dem notwendigen Verzicht auf die öffentliche Durchführung von Gottesdiensten und Gebetsveranstaltungen einen wichtigen Beitrag geleistet haben, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Aufgrund der erreichten Erfolge, ist eine schrittweise Lockerung unter Auflagen möglich, um Versammlungen zur Religionsausübung wieder zulassen“, so Yüksel abschließend.

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