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Essen. Einen mutmaßlich bevorstehenden Messerangriff wehrten Mitarbeiter der kommunalen Unterbringungseinrichtung (KUE) in Fischlaken offenbar Dienstagvormittag (5. Mai gegen 11.30 Uhr) im richtigen Moment ab. Als ein 20-jähriger, asylsuchender Algerier am Overhammshof geweckt und zu einer dortigen Behörde gebracht werden sollte, soll er laut und aggressiv die beiden Männer angegangen sein. Plötzlich lief er unerwartet in einen nahen Toilettenbereich. Der 35-jährige Angestellte folgte ihm und konnte gerade noch rechtzeitig reagieren, als der junge Mann aus einem Toilettenkasten ein verborgenes Messer hervorholte. Geistesgegenwärtig schlug er ihm das verbotene Messer aus der Hand.

Mit Kollegen konnte der sich wehrende Mann bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Mit Polizeihandfesseln gesichert, konnte der Angreifer von den Beamten befragt werden. Neben dem verbotenen Messer stellten die Polizisten in seinem Zimmer zahlreiche Gegenstände fest, die möglicherweise, wie die neuen etikettierten Damenschuhe, aus Straftaten stammen könnten.

Aufgrund der noch aktuellen polizeilichen Unterlagen brauchte der zunächst Festgenommene nicht erkennungsdienstlich behandelt werden. Gegen ihn wurde ein Betretungsverbot für die KUE ausgesprochen, so dass sein weiteres Verfahren in einer anderen Stadt durchgeführt wird. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und versuchter gefährlicher Körperverletzung. (ots)

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