Bildzerstörung als Befreiung - nicht perfekte Bilder stören die kreative Energie in seinem Atelier (Foto: Adrian Bedoy)

Düsseldorf. Freiheit im Kopf sei die Voraussetzung für künstlerisches Schaffen, betont der Düsseldorfer Künstler Leon Löwentraut. Wenn er sie spürt, malt er – nachts bei lauter Musik wie im Rausch. In Nächten wie diesen entstehen seine kraftvollen Kunstwerke, die Bewunderer rund um den Globus begeistern, aber nicht jedes Bild darf sein Atelier verlassen und sich zeigen.

Ausstellungen in New York, St. Petersburg, Düsseldorf, Singapur, London oder Florenz. Seine Werke sind auf Vernissagen innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Sein Gemäldezyklus #Art4GlobalGoals ist mit Unterstützung der UNESCO, der YOU-Stiftung und der Düsseldorfer Galerie & Geuer entstanden. Leon Löwentraut ist der Liebling der internationalen Kunstszene und auf dem Weg nach ganz oben – auch weil seine Bilder polarisieren.

Strenger als seine Kritiker ist er selbst. Wenn ein Werk seinen Ansprüchen nicht genügt, kann es sogar geschehen, dass der erst 22jährige Künstler ein bereits fertiges Gemälde wieder vernichtet, auch weil es die kreative Energie in seinem Atelier stört.

„Jedes Bild muss die Chance haben, perfekt zu werden – in meiner subjektiven Wahrnehmung“, erläutert Leon Löwentraut und ergänzt: „Manchmal schafft eine Arbeit das nicht. Dann finde ich ihren Anblick und die Tatsache, dass sie überhaupt existiert, dermaßen unerträglich, dass ich sie vernichte. Erst dann kann ich wieder arbeiten, meine Ideen wieder fließen lassen. Die Bildzerstörung ist ein Akt der Befreiung.”

“Bei seinen Bildern kennt Leon keine Kompromisse. Ob eine Arbeit gelungen ist, entscheidet er, sonst niemand. Und das ist auch gut so”, erklärt sein Hauptgalerist Dirk Geuer. Leonardo Da Vinci sagte schon vor Jahrhunderten: „Nichts Hohes erreicht der Künstler, der nicht an sich selber zweifelt.“

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