(Foto: St.-Clemens-Hospital)

Geldern. Neue Besuchsregelung, wieder mehr Behandlungen sowie Information zu bereits etablierten Schutzmaßnahmen

Acht Wochen lang war das St.-Clemens-Hospital Geldern weitgehend für Besucher und für Patienten mit verschiebbaren medizinischen Behandlungen gesperrt. Jetzt werden erste Schritte hinsichtlich einer kontrollierten Öffnung unternommen. Bei allen Maßnahmen steht auch weiterhin die größtmögliche Sicherheit für Patienten, Mitarbeitende und Besucher im Vordergrund.

„Wir wissen, dass insbesondere Patienten, die zur mehrtägigen stationären Behandlung aufgenommen sind, unter dem Besuchsstopp leiden. Deshalb sind sie die erste Gruppe, für die wir Lockerungen auf Grundlage der geänderten politischen Regelungen umsetzen können“, erklärt der Kaufmännische Direktor Christoph Weß. Voraussetzung ist, dass der Infektionsstatus des Patienten geklärt ist und er nicht auf einer Isolierstation liegt.

Die Besuchserlaubnis ist während des gesamten Aufenthalts auf eine Kontaktperson beschränkt. „In der Regel wird diese Kontaktperson vom Patienten selbst bestimmt. Er legt im Gespräch mit einem Chef- oder Oberarzt fest, wer ihn besuchen darf“, führt Christoph Weß weiter aus. „Wir haben in den vergangenen Tagen vermehrt Anrufe von Angehörigen erhalten, die um eine Besuchserlaubnis baten. Dafür haben wir vollstes Verständnis. So lange sich ein Patient aber selbst erklären kann, hat sein Wunsch für uns oberste Priorität.“

Um den aufwändigen Vorgaben der Coronaschutzverordnung zu entsprechen, wird für die benannte Person ein Passierschein ausgestellt und an der Pforte hinterlegt. Darauf sind Besuchszeiten festgelegt. Das Dokument muss zusammen mit einem gültigen Ausweis zu jedem Besuch mitgebracht werden. Zudem erfolgt vor dem Betreten des Krankenhauses ein Kurzcheck zum Gesundheitszustand des Besuchers und zu möglichen Infektionsrisiken. „Zeigen sich hier Probleme, ist ein Besuch leider nicht möglich. Alle Maßnahmen dienen dem maximalen Schutz von Patienten und Mitarbeitenden“, betont Weß. Deshalb sind während des Besuchs umfassende Hygieneregeln wie Maskenpflicht, Abstandregelung und Händedesinfektion einzuhalten.

Ebenfalls seit dieser Woche wieder möglich sind verschiebbare geplante Eingriffe. „Viele Patienten warten schon lange auf ihre Behandlung. Für sie ist die Öffnung unseres Krankenhauses ein Segen“, weiß der Ärztliche Direktor Dr. med. Rupertus Schnabel. Klar ist allen Verantwortlichen, dass sich dadurch das Infektionsrisiko erhöht. „Um das Eintragen des Corona-Virus zu verhindern, werden bei uns alle Patienten standardmäßig auf SARS-CoV-2 getestet“, fährt der Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie weiter fort. Bei geplanten Aufnahmen erfolgt das im Rahmen der Voruntersuchungen. Notfälle werden bei der Erstversorgung abgestrichen und bis zum Vorliegen des Befundes in getrennten Aufnahmebereichen medizinisch und pflegerisch betreut.

Und was ist mit den Mitarbeitenden? „Für unsere Kolleginnen und Kollegen gelten besondere Maßnahmen der Fürsorge“, ergänzt Pflegedirektor Andreas Kohlschreiber. Neben der Maskenpflicht gehöre dazu insbesondere der großzügige Umgang mit Corona-Tests. Hier geht das Krankenhaus weit über die Abstrichempfehlungen des RKI hinaus, das Tests nur bei nachgewiesenem Kontakt zu einem Corona-Infizierten vorsieht oder bei Symptomen, die auf eine Covid-19-Infektion hinweisen. „Wir bieten den Abstrich bereits an, wenn Kollegen beispielsweise ein Kratzen im Hals verspüren. Damit reduzieren wir die Gefahr von Infektionsketten deutlich“, führt Andreas Kohlschreiber weiter aus. Bis zur Klärung werden die Mitarbeitenden vom Dienst freigestellt. Ebenfalls Teil der Standardmaßnahmen sind Coronatests für ganze Abteilungen und die Möglichkeit zur regelmäßigen Temperaturmessung in allen Bereichen.

Dass mit diesen Maßnahmen erhebliche Kosten verbunden sind, hindert die Betriebsleitung des Gelderner Krankenhauses nicht daran, an dem beschriebenen Weg festzuhalten. „Vorsorgliche Testungen für Patienten und Mitarbeitende ohne Indikationen kosten Geld und werden nicht refinanziert. Gleiches gilt für die Einrichtung von Isolier- und Aufnahmebereichen“, erklärt Christoph Weß. „Doch wir stehen zu unserer Verantwortung, Menschen zu schützen und zu heilen. Deshalb ist uns das Gesamtpaket an Maßnahmen wichtig.“

Informationen zu allen Schutzmaßnahmen und zur Besucherregelung findet man im Internet unter www.clemens-hospital.de.

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