Landrat Dr. Andreas Coenen (v.r.), Kreisdirektor und Kulturdezernent Ingo Schabrich und Museumsleiterin Anke Petrat zwischen einigen der Exponate der neuen Sonderausstellung zum Thema Flowerpower und Weltraumdesign im Freilichtmuseum (Foto: Thomas W. Rudlof)
Anzeige

Grefrath. Niederrheinisches Freilichtmuseum eröffnet am Sonntag Sonderausstellung zur Alltagskultur der 1960er und 70er Jahre

Zwischen dem 24. Mai und 2. August nimmt das Niederrheinische Freilichtmuseum des Kreises Viersen seine Besucherinnen und Besucher mit auf eine besondere Zeitreise: In einer Sonderausstellung erwecken rund 500 Exponate das Lebensgefühl der 1960er und 70er Jahre. Von Kleidung im Hippie-Look über die markante Prilblume bis zu bunten Plastikmöbeln geben die Ausstellungsstücke einen lebendigen Eindruck von der damaligen Alltagskultur.

“Für einen Einblick in das frühere Leben am Niederrhein müssen wir gar nicht so weit zurückschauen”, sagt Dr. Andreas Coenen, Landrat des Kreises Viersen, und erzählt weiter: “Noch vor fünfzig Jahren prägten Disco, Woodstock, aber auch die erste bemannte Mondlandung und soziale Unruhen das Weltgeschehen. In der Sonderausstellung zeigen wir die Einflüsse dieser Zeit auf die Menschen.”

Ob die Hippie-Bewegung, die RAF oder der Vietnamkrieg – die Akteure der 1960er und 70er polarisieren bis heute. Ausgehend von Popkultur, Friedensprotesten und technischem Fortschritt schwankte eine ganze Generation zwischen Konsumfreude, Naturverbundenheit und neuer Spiritualität. “Das Spannungsfeld dieser facettenreichen Jahrzehnte fasziniert immer noch. In unserer Ausstellung verdeutlichen wir die unterschiedlichen Strömungen und zeigen vor allem auch Alltägliches”, sagt Anke Petrat, Leiterin des Niederrheinischen Freilichtmuseums.

Unter anderem sorgen Exponate wie Fiberglaslampen, Makrameeblumenampeln oder Tapeten mit psychedelischen Mustern für das Flowerpower-Flair von einst. Die Ausstellungsobjekte, Konzeption und die dazugehörigen Texte stammen aus der privaten Sammlung von Dr. Corinna Wodarz. Sie besitzt rund 15.000 Objekte aus dem Zeitraum von 1890 bis 1990 – darunter Möbel, Kleidung, Alltagsgegenstände und Spielzeug. Die studierte Kunsthistorikerin unterhält in Höxter seit 2010 ein eigenes Museum.

Nach der Devise “Pay what you want” zahlen Besucherinnen und Besucher des Niederrheinischen Freilichtmuseums aktuell während der Corona-Pandemie nur so viel Eintritt, wie ihnen der Besuch wert ist. Dazu steht am Ausgang eine Box bereit, in die nach dem Museumsaufenthalt der selbstbestimmte Betrag gelegt werden kann. Außerdem erhalten derzeit maximal 100 Personen gleichzeitig Zutritt zum Museumsgelände. Darüber hinaus gelten die allgemeinen Abstands- und Hygienemaßnahmen.

InfoKlick: www.niederrheinisches-freilichtmuseum.de und www.facebook.com/niederrheinisches-freilichtmuseum

Beitrag drucken
Anzeigen