Bürgermeisterin Sabine Anemüller (Foto: Stadt Viersen)
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Viersen. Zu der heutigen Pressemitteilung der Polizei und der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach zu dem Todesfall in einer städtischen Kindertageseinrichtung sagt Bürgermeisterin Sabine Anemüller:

„Sollte sich der Verdacht bestätigen, der sich aus den bisherigen Ermittlungen ergeben hat, käme zu der Trauer und dem Mitgefühl für die Familie des Kindes noch Bestürzung darüber hinzu, dass der Tod des Mädchens auf Fremdeinwirkung zurückzuführen ist. Das Entsetzen über den Verdacht, dass ein solches Geschehen sich in einer Kindertagesstätte ereignet haben könnte, hinterlässt uns sprachlos.

Ich habe bereits persönlich mit der Mutter gesprochen und ihr meine tief empfundene Anteilnahme ausgedrückt. Meine Gedanken sind aber auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den anderen Eltern und Kindern der betroffenen Kita. Auch für diese Menschen bedeutet der Verdacht eine schwere Prüfung.“

Staatsanwaltschaft und Polizei werden ihre Ermittlungen fortsetzen. Die Stadt Viersen hat diese Ermittlungen bisher mit aller Kraft unterstützt und wird dies weiterhin uneingeschränkt tun. Dazu gehört, dass die Stadt Viersen über diese Mitteilung hinaus keine weiteren Stellungnahmen in irgendeiner Form abgibt und auch auf Nachfragen keine weiteren Auskünfte geben wird. Das bleibt ausschließlich Polizei und Staatsanwaltschaft vorbehalten, die weitere Informationen zu gegebener Zeit mitteilen werden.

Tatverdächtige in Untersuchungshaft

In einer gemeinsamen Pressemitteilung gaben die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach und die Polizei Mönchengladbach und Viersen um 15.10 Uhr bekannt:

In einer städtischen Kindertageseinrichtung in Viersen ist es am 21. April 2020 zu einem Notarzteinsatz gekommen, da ein Kind nicht mehr atmete. Aufgrund einer medizinisch unklaren Lage verständigte das Krankenhaus am 29. April 2020 die Polizei. Das dreijährige Mädchen verstarb am 4. Mai 2020. Eine 25-jährige Tatverdächtige befindet sich seit Mittwoch, 20. Mai 2020, in Untersuchungshaft.

Umfangreiche Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft sowie das Ergebnis einer rechtsmedizinischen Untersuchung führten zu dem Verdacht, dass das Mädchen durch Fremdeinwirkung zu Tode gekommen ist. Der Tatverdacht richtet sich gegen eine ehemalige Erzieherin der Kindertagesstätte. Die Ermittler nahmen sie am Dienstag, 19. Mai 2020, fest. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach führte sie am Folgetag einem Haftrichter vor. Dieser ordnete wegen des Verdachts des Mordes Untersuchungshaft an. Die Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

Ein wichtiger Hinweis für die Redaktionen: Derzeit führen Polizei und Staatsanwaltschaft noch weitere Ermittlungen durch. Um diese nicht zu gefährden, werden auch auf Nachfragen keinerlei weitere Auskünfte hierzu erteilt. Sobald die Ermittlungen es zulassen, werden Polizei und Staatsanwaltschaft weitere Informationen in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekanntgeben.

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