Mehr Wege mit dem Rad für eine klimafreundliche Stadt – dafür machen sich auch (v.l.) Thomas Meier, Assistenz der VKJ-Geschäftsführung, SPD-MdL und VKJ-Vorsitzender Frank Müller und VKJ-Geschäftsführerin Vera Luber –  hier mit den KiTa-Kindern Helene, Johanna und Lou – stark. Wer sich in die Unterschriftenliste einträgt, kann ebenfalls sein Engagement zeigen (Foto: VKJ)
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Essen. Unterschriftenlisten liegen an 25 Standorten aus

Essen soll fahrradfreundlicher und damit umweltfreundlicher werden. Nicht zuletzt die verbesserten Luftwerte während des Shutdowns zeigen, dass eine Großstadt wie Essen dringend durchatmen muss. Was nehmen wir aus der Krise mit? Dass es Veränderungen braucht! Seinen Beitrag dazu leistet auch der VKJ, Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten Ruhrgebiet e.V. Er ist Kooperationspartner des RadEntscheid Essen und sammelt bis zum 18. Juni Unterschriften in 21 Kindertagesstätten, 3 Jugendeinrichtungen und seiner Hauptgeschäftsstelle an der Brunnenstraße 29.

Viele VKJ-Mitarbeitende sind bereits aufs Rad umgestiegen. Auch Thomas Meier, Assistenz der Geschäftsführung, radelt sogar bis in die Nachbarstadt Mülheim a.d. Ruhr und hat sein Rad längst zum Dienstrad gemacht. Einziges Manko: „Beifahrer kann ich nicht mitnehmen“, lacht er. VKJ-Vorsitzender MdL Frank Müller (SPD) hat den Kontakt zum Essener RadEntscheid hergestellt. „Den Forderungen können wir uns nur anschließen. Wir legen in unseren Einrichtungen großen Wert auf die Verkehrserziehung der Kinder und in Sachen sichere Radwege hat Essen enormen Nachholbedarf“, stellt er fest. Die Mobilitätswende müsse jetzt kommen, fordert auch VKJ-Geschäftsführerin Vera Luber. „Wir unterstützen die Forderung nach einer lebenswerten und klimafreundlichen Stadt, in der sich alle Menschen – egal ob klein oder groß –  sicher und konfliktfrei bewegen können.“

Was fordert der RadEntscheid? Ein durchgängiges Netz für den Alltagsradverkehr soll ausgebaut werden, Kreuzungen sicher umgebaut und Fahrradstraßen und -zonen eingerichtet sowie Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet werden. Sichere Radwege sollen an Hauptstraßen angelegt werden und Radwege durchgängig und einheitlich gestaltet werden. Fahrradstellplätze müssen ausgebaut werden und die Mobilitätswende konsequent und transparent gefördert werden. Diese 7 verkehrspolitischen Ziele sollen in den nächsten 9 Jahren umgesetzt werden. 15.000 Unterschriften braucht das Vorhaben nun. Viele möchte der VKJ beisteuern. „Unterschriftenlisten liegen in allen unseren Einrichtungen in Essen bis zum 18. Juni aus“, so die VKJ-Verantwortlichen.

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