Andrea Auner (Projektleiterin ASB, links) und Manfred Lübke (Einrichtungsleiter ASB) empfingen aus den Händen von Ivonne Brehme (Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin Deichmann-Stiftung, 2.v.l.) sowie Sarah Franzen (Mitarbeiterin Deichmann-Stiftung, r.) gleich neun Tablets, die schon jetzt in den Häusern des ASB im Einsatz sind. (Foto: Rüdiger Fessel/Deichmann)
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Oberhausen/Essen. ASB Oberhausen-Duisburg erhält Spende der Deichmann-Stiftung

Besonders Bewohner von Pflegeeinrichtungen erleben eine teilweise noch stärkere Isolation als zuvor. Der Besuch geliebter Menschen war bis vor kurzem auf Grund des geltenden Besuchsverbots nicht möglich, Freizeitaktivitäten waren nicht in gewohnter Weise zugänglich. Für die Bewohner der Pflege- und Senioreneinrichtung des ASB am Annemarie-Renger-Weg in Oberhausen hat sich die Situation im Alltag vor wenigen Tagen ein wenig verbessern können. Dank neuer Technik können sie nun über moderne Tablets mit ihren Angehörigen Kontakt halten und die individuellen Möglichkeiten der digitalen Unterhaltung erkunden.

„Die Deichmann-Stiftung aus Essen ist auf soziale Projekte im In- und Ausland spezialisiert und wollte den Seniorinnen und Senioren in dieser Situation direkt und pragmatisch helfen“, berichtet Andrea Auner, die leitend im Projekt »Miteinander und nicht allein im Knappenviertel« für den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Oberhausen/Duisburg e.V. tätig ist.

In Zusammenarbeit mit der Leitung des Sozialen Dienstes entstand die Idee, Tablets zu nutzen, um Videotelefonate zu ermöglichen und für ein wenig Abwechslung im Alltag zu sorgen. Auf Seiten des Essener Unternehmens fand die Idee sofort Anklang. „Das soziale Engagement der Mitarbeiter in der Zentrale ist hoch, immer wieder setzen sie sich auch persönlich und mit großer Begeisterung für Stiftungsprojekte ein. So auch dieses Mal“, erklärt Ivonne Brehme von der Deichmann-Stiftung. Denn an diesem Projekt zeigten sich besonders die Essener Azubis sehr interessiert. So waren sie nicht um Vorschläge verlegen, die neun Tablets mit technischen Hilfselementen für Senioren auszustatten. Besser noch: „Unsere Deichmann-Azubis haben Seniorenspiele und Kommunikations-Apps selbst auf die Tablets installiert, damit diese direkt eingesetzt werden können“, führt Brehme weiter aus.

„Wir bedanken uns sehr für die schnelle und unkomplizierte Unterstützung“, fand Manfred Lübke, Einrichtungsleiter des Pflege- und Begegnungszentrums, dankende Worte. Er nahm die Geräte gerne entgegen, die nun in den Einrichtungen zum Einsatz kommen werden. Die ersten Tricks und Kniffe im Umgang mit den Geräten werden den Senioren vom Team des Sozialen Dienstes vermittelt, wer möchte, kann so mit seinen Lieben in Kontakt treten. Eine für alle Seiten neue und spannende Erfahrung. „Wir freuen uns, die Geräte sukzessive im Alltag einsetzen zu können“, erklärt Lübke. Dabei haben der Einrichtungsleiter und Auner auch die Entwicklung zukünftiger Perspektiven im Blick. „Für ältere Menschen ist der Umgang mit digitalen Kommunikationsmitteln nicht immer selbstverständlich Die Erfahrung der letzten Wochen und Monate macht deutlich, dass es gerade jetzt lohnt, herauszufinden, welche digitalen Hilfsmittel ihren Weg in den im Alltag finden und tatsächlich genutzt werden, um am gemeinschaftlichen Leben teilzunehmen. Daher freuen wir uns sehr, dass das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW das Projekt »Miteinander und nicht allein im Knappenviertel« mit Fördermitteln unterstützt.“ Neben der Ausrichtung von Angeboten in das Quartier sollen viele Partnerschaften und Ideen entstehen und die neue Nachbarschaft im Herzen des Knappenviertel beleben. Projektleiterin Auner ist sich sicher, dass im Zuge der kommenden Monate viele Maßnahmen umgesetzt werden können und Senioren des ASB-Seniorenzentrums und der Wohnanlage am Annemarie-Renger-Weg auch digital informiert werden können.

InfoKlick: www.asb-oberhausen.de

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