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Mülheim/Essen/Oberhausen. Seit dem Frühjahr führt der Deutsche Gewerkschaftsbund eine Kampagne durch, um auf die Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen und privatisierten Sektors aufmerksam zu machen.

Unter dem Motto „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ wird sich auch die DGB Region Mülheim-Essen-Oberhausen in den nächsten Wochen intensiv mit dieser Thematik intensiv beschäftigen und Menschen aus der Region zu Wort kommen lassen.

„Die täglichen Erfahrungen unserer Mitglieder*innen sprechen eine deutliche Sprache: Verbale, psychische und physische Gewalt sind für die Beschäftigten, auf die sich unsere Gesellschaft tagtäglich stützt, längst keine Seltenheit mehr“, so Dieter Hillebrand, Regionsgeschäftsführer.

Leidtragende sind vor allem Beschäftigte im Dienst der Gesellschaft. So wurden zum Beispiel 2018 79.164 Polizeibeamt*innen angegriffen. Übergriffe auf Mitarbeiter*innen der Bahn haben sich in wenigen Jahren fast verdreifacht – in 2018 gab es 2.624 Fälle – und auch viele andere Beschäftigte des öffentlichen und privatisierten Sektors fühlen sich im Berufsalltag nicht mehr sicher.

Die Ursachen für diese Übergriffe sind vielfältig: Ein spürbar raueres Miteinander im öffentlichen Raum. Personalmangel und eine damit einhergehende Überbelastung spielen genauso eine Rolle. Sicher ist: Wir brauchen mehr Respekt und sichere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften nehmen diese Entwicklung seit geraumer Zeit und mit wachsender Besorgnis zur Kenntnis. Immer wieder haben wir das Thema auf die politische Agenda gerückt. Es hat sich aber gezeigt, dass es noch mehr und stetiger öffentlicher Aufmerksamkeit bedarf.

„Wer seine eigenen Erfahrung öffentlich machen will, soll sich bei der DGB-Region Mülheim-Essen-Oberhausen, per Mail an essen@dgb.de melden“, so Hillebrand.

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