Elisabeth Bastians (2. Vorsitzende) und Prof. Matthias Mertin (1. Vorsitzender) hoffen auf viel Unterstützung für den neuen Verein „Freunde und Förderer der Hospiz Stiftung Krefeld e.V.) (Foto: Hospiz am Blumenplatz / Alexander Henes)
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Krefeld. In Krefeld hat sich ein neuer Förderverein für die Hospiz-Arbeit gegründet – die „Freunde und Förderer der Hospiz Stiftung Krefeld e.V.“

Gründungsmitglieder sind Prof. Matthias Mertin, Elisabeth Bastians, Brigitte Weise, Alexander Henes, Pfarrer Hans Russmann, Diane Kamps, Prof. Dr. Roland Besser, Andreas Berger und Renate Draskowic-Weertz. Die Gründungsversammlung war am 24. Oktober 2019, die offizielle Eintragung in das Vereinsregister mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit erfolgte am 16. Januar 2020.

„Unser Ziel ist es, weiterhin um Unterstützung bei der Bürgerschaft und in den Unternehmen zu werben, um freiwillige Angebote für unsere Gäste finanzieren zu können“, erklärt Prof. Mertin, der 1. Vorsitzende des Fördervereins. Der 49-Jährige ist Professor für Pflegewissenschaft an der Hochschule Niederrhein in Krefeld. 2. Vorsitzende ist Elisabeth Bastians, Schatzmeisterin Brigitte Weise. Der Vorstand wird durch Prof. Besser als Vertreter der Hospiz Stiftung Krefeld vervollständigt.

Der „Förderverein Hospiz Krefeld“ hat sich aufgelöst. „Wir sind den Mitgliedern des damaligen Fördervereins sehr dankbar für ihre jahrzehntelange erfolgreiche Arbeit, die mit dazu geführt hat, dass sich in Krefeld eine breite Unterstützung für den Hospiz-Gedanken findet“, so Alexander Henes.

Matthias Mertin nennt Beispiele, wo der Verein „Freunde und Förderer der Hospiz Stiftung Krefeld e.V.“ unterstützen kann, weil Angebote nicht über den Regelsatz der Krankenkassen finanziert werden: Unterstützung therapeutischer Angebote, wie z.B. Musiktherapie, Kunsttherapie, Aromatherapie, psychologische Begleitung der Gäste und ihrer An- und Zugehörigen, Ausbildung und Fortbildung der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, Hilfsmittel, über den gesetzlichen Bedarf hinausgehen, Erfüllung letzter Wünsche, Hilfsangebote für trauernde An- und Zugehörige…

Mertin ist ausgebildeter Krankenpfleger und hat sich berufsbegleitend bis zum Professor für Pflegewissenschaft weiterentwickelt. Nach einer neunjährigen Professur an der FH Bielefeld wechselte er zum 1. März 2019 an die Hochschule Niederrhein. Mertin selbst engagiert sich erst seit relativ kurzer Zeit in der Krefelder Hospiz-Arbeit. „Vor vier Jahren habe ich mich entschlossen, den Bereich der Palliativ Care zu erkunden und habe bei einem Weiterbildungsstudium an der Uni Bremen Hospiz-Leiter Alexander Henes kennengelernt“, erzählt er. Im Rahmen des Studiums hat Mertin ein Praktikum im Krefelder Hospiz gemacht und „seither liegt es mir am Herzen“.

Hospiz-Arbeit sei grundsätzlich wichtig, weil sie es Menschen ermögliche ihre letzte Lebensphase selbstbestimmt zu gestalten, unterstützt von professioneller Pflege und Hilfe. In Krefeld habe ihn beeindruckt, wie die Haupt- und Ehrenamtler auf die Bedürfnisse der Gäste eingehen. „Alle haben ein sehr gutes Auge und ein feines Gespür. Sie ermöglichen Dinge, drängen sie aber nicht auf“, so Mertin. Das hauptamtliche Personal sei sehr unterschiedlich und werde so vielen Menschen gerecht.

Gründungsmitglied Pfarrer Hans Russmann war langjähriger Seelsorger am Hospiz am Blumenplatz. Er hofft, dass der neue Förderverein viel Unterstützung aus der Bevölkerung erhält: „Zu einem würdevollen Sterben beizutragen, ist – auch aus kirchlicher Sicht -, eine eminent wichtige gesellschaftliche Aufgabe, die auch des bürgerschaftlichen Engengmets und der Förderung bedarf. Dazu leistet der Förderverein einen wichtigen Beitrag, indem er finanzielle Mittel zur Verwirklichung der Hospiz- und Palliativarbeit bereitstellt und Betreuungsangebote ermöglicht, die sonst nicht zu realisieren wären.“ Hospiz- und Palliativarbeit sei ein Beitrag zu einer humanen Gesellschaft, die Tod und Sterben nicht verdrängt und sich für die Würde des Menschen auch in der letzten Phase seines Lebens einsetzt.

„Der Förderverein hat schon eine gute Akzeptanz in Krefeld gefunden und konnte Spenden für uns sammeln“, freut sich Henes.

Aktuell sucht der Förderverein Menschen, die die Arbeit unterstützen und Mitglied werden möchten. Der Mindest-Jahresbeitrag liegt bei 30 Euro, der Verein ist berechtigt, Spendenquittungen auszustellen.

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