Prof. Dr. Frank A. Granderath ist zum fünften Mal in Folge vom Focus-Magazin "Gesundheit" zum Top-Mediziner für Hernienchirurgie ausgezeichnet worden (Foto: © Krankenhaus Neuwerk)
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Mönchengladbach. Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Krankenhaus Neuwerk ist für ihre minimal-invasive OP-Technik nicht nur bekannt, sondern auch zertifiziert. Ihr Chefarzt Prof. Dr. Frank A. Granderath operiert seit fast 25 Jahren mit diesem schonenden Verfahren, unter anderem so genannte Hernien, insbesondere Patienten mit krankhaftem Übergewicht (Adipositas) oder Erkrankungen des Darmtraktes. Schon zum fünften Mal in Folge hat das Focus-Magazin „Gesundheit“ Prof. Granderath in die Liste der Top-Mediziner für Hernienchirurgie, speziell für die Behandlung des Zwerchfellbruchs, aufgenommen.

„Minimal-invasive Operationsverfahren bedeuten für den Patienten kürzere Aufenthaltszeit im Krankenhaus und eine Verkürzung der Rekonvaleszenz“, nennt Prof. Frank A. Granderath die beiden Hauptvorteile dieser Technik. Gerade Operationen im Bauchraum verursachten früher große Schnitte, die im Vergleich zu anderen Operationen die längste Heilungszeit in Anspruch nahmen. Heute dauere ein Aufenthalt nach einer Zwerchfellhernien-OP rund fünf Tage. Eine Hernie, ein Bruch, ist der Austritt von Eingeweiden aus der Bauchhöhle durch eine angeborene oder erworbene Lücke in tragende oder begrenzende Gewebeschichten. Es gibt viele verschiedene Arten, die bekanntesten und häufigsten sind der Leisten-, Nabel oder Narbenbruch sowie der Zwerchfellbruch. Typische Beschwerden, die mit einem Zwerchfellbruch einhergehen, sind Sodbrennen, Druck hinter dem Brustbein, Atemnot und Herzstolpern. Doch viele Zwerchfellbrüche verlaufen auch ohne Symptome.

Bei einem Zwerchfellbruch kann der Magen aus dem Bauchraum in den Brustraum gleiten. Deswegen gelangt häufig Magensäure in die Speiseröhre und verursacht die so genannte Refluxkrankheit. „Neben der etablierten medikamentösen Therapie kann auch eine operative Behandlung in Frage kommen“, so der Experte. Unumgänglich ist eine OP im Falle einer Einklemmung von Organen. Hierbei handelt es sich um einen akuten Notfall, der unmittelbar operativ zu versorgen ist. In den meisten anderen Fällen ist ein operativer Eingriff bei diesen Hernien eine planbare OP. „Doch generell ist die Indikation zur Hernien-OP sehr streng zu stellen“, erläutert Granderath. Eine Entscheidung werde im ausführlichen Dialog mit dem Patienten getroffen. Denn, und das dürfe nicht verschwiegen werden, ein Zwerchfellbruch kehre in 20 bis 30 Prozent der Fälle wieder. Gerade das Zwerchfell sei permanent in Bewegung und bei Husten, beim Heben oder anderen körperlichen Anstrengungen extremen Belastungen ausgesetzt.

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