Josef Wörmann, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion (Foto: privat)
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Duisburg. Der jüngst bekannt gewordene Tod eines Obdachlosen in Duisburg ist tragisch, ob er hätte verhindert werden können, fraglich. Die CDU-Ratsfraktion sieht die Stadt Duisburg bei der Bekämpfung der Obdachlosigkeit gut aufgestellt. „Die Stadt ist verpflichtet, Obdachlosigkeit zu beseitigen. Bereits vor vielen Jahren ist in Kooperation mit dem Land NRW in Duisburg ein vorbildliches Präventiv-Programm zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit aufgelegt worden, was die CDU-Fraktion klar unterstützte. Nach Auslauf der Förderung durch das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS), wird die umfassende Projektarbeit zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit seit 2016 (im Oktober 2019 verlängert) unter dem Titel „Hundertacht Häuser in Duisburg“ unter finanzieller Beteiligung durch die Stadt Duisburg und den Landschaftsverband-Rheinland (LVR) weitergeführt. Auch hier hat die CDU-Fraktion aktiv die politischen Weichen gestellt“, berichtet Josef Wörmann, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion.

Die Obdachlosen müssen sich allerdings auch helfen lassen – zwingen kann man sie nicht. Vielfach einhergehende Suchtproblematiken und unklare Migrationshintergründe erschweren dabei die Hilfen. Als in diesem Zusammenhang von Seiten des Diakoniewerkes und des Suchthilfeverbandes der Ruf nach zusätzlichen Streetworker-Stellen in Hamborn laut wurde, hat CDU-Ratsherr Wörmann in der Bezirksvertretung Hamborn umgehend einen Vorschlag zur Finanzierung über die Landesinitiative „Endlich ein Zuhause“ unterbreitet.

„Nach meiner Kenntnis wurde der Förderantrag auch gestellt. Der Bescheid scheint aber noch auszustehen, oder wurde ablehnend übermittelt, wenn ich in der Presse lese, dass der Suchthilfeverband die Forderung erneut erhebt und für die Finanzierung auf die Integrationspauschale des Landes hofft, die in der kommenden Ratssitzung am Montag beschlossen werden soll“, so Wörmann.

Wenn es weiterer Hilfen für Obdachlose bedarf, zeigt sich die CDU-Ratsfraktion jedenfalls gesprächsbereit, schließt sich jedoch der Einschätzung des Geschäftsführers vom Diakoniewerk Duisburg, Udo Horwat, an: „Es wäre naiv zu glauben, dass es ein Hilfesystem gibt, das alle erreichen kann.“

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