(Foto: Manuela Ihnle)
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Duisburg. Seit Beginn der Corona-Pandemie heißt es: Hochzeit ja, Party nein. Ein ganz verheerender Einschnitt für die Hochzeitsbranche. Viele Brautpaare haben entweder ihre Hochzeit verschoben oder gänzlich abgesagt. Heute demonstrierten die Brautmoden-Meile Marxloh und der Verband der Eventlocation-Betreiber, um auf ihre spezielle Situation in der Corona-Krise aufmerksam zu machen. Rund 250 Teilnehmer zählte der Veranstalter.

Auch wenn wir ehrlicher Weise sagen müssen, dass sich in nächster Zeit nichts an der Genehmigung großer Hochzeiten ändert, können wir versuchen darauf zu drängen, dass dieser Branche mit 14,5 Milliarden Jahresumsatz, der zu 90% weggebrochen ist, über diese Zeit geholfen wird.

(Foto: Manuela Ihnle)

Ein Zusammenbruch der Brautmodenmeile in Marxloh bedeutet einen Rückschritt in der Stadtteilentwicklung. Noch vor über 20 Jahren sollen 60% der Ladenlokale in Marxloh leer gestanden haben. In den letzten Jahren entwickelte sich in Marxloh die Weseler Straße zu Deutschlands größtem Einzelhandelszentrum für türkische Brautmoden. Auf der Weseler Straße und den angrenzenden Seitenstraßen wie der Kaiser-Wilhelm-Straße oder Kaiser-Friedrich-Straße reihen sich ein Brautbekleidungsshop nach dem anderen. Der Stadtteil lebt von der Hochzeitsbranche. Die nahezu ganze Infrastruktur dieses Stadtteils ist ausgerichtet auf Hochzeitsbedarf. Neben diversen Schmuck- und Juwelierläden, existieren Fotografen, Geschäfte für Hausrat, Friseure, Schuh- und Lederwaren. Und Gastronomie, die unter anderem auch das Catering für Hochzeiten ausrichtet.

Es war vor allem Claus Krönke eine Herzensangelegenheit gemeinsam mit den Bezirksvertreterinnen Martina Will und Annette Will sowie dem Ratsherrn Muhammet Keteci in Kooperation mit dem Werbering Marxloh Flagge zu zeigen auf dieser Kundgebung. Bezirksbürgermeister Marcus Jungbauer forderte in seiner Rede die Solidarität untereinander in dieser schweren Zeit, aber auch eine Solidarität der Bundesregierung für diese Branche, der es schlecht möglich ist, auf anderen Ebenen etwas zu produzieren. Die Demonstration verlief friedlich.

Morgen findet eine weitere Kundgebung vor dem Landtag in Düsseldorf statt.

von Manuela Ihnle

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