Die Mitgliederversammlung tagte mit Abstand in der Heilig-Geist-Kirche (Foto: privat)
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Geldern. Damit die Mitgliederversammlung nicht als Internetkonferenz stattfinden musste, war sie bei der Ev. Kirchengemeinde Geldern zu Gast. In der Heilig-Geist-Kirche konnten die Corona-Bestimmungen erfüllt werden. Vorstandsvorsitzender Pfarrer Hartmut Pleines begrüßte die anwesenden Mitglieder und Gäste in der Kirche. Darunter auch die Delegierten der im Kirchenkreis Kleve neuen Gemeinde Straelen- Wachtendonk, Pfarrer Christian Werner und Dr. Katrin Müller.

Pflege investiert in die Zukunft

28 Delegierte beschlossen einstimmig den von Geschäftsführer Pfarrer Joachim Wolff vorgetragenen Jahresabschluss. Er nannte wesentliche Eckpunkte: Das Wirtschaftsjahr 2019 schloss mit einem positiven Ergebnis von 56.510 Euro ab. Ein jahrelang bestehender Verlustvortrag konnte nun vollständig abgebaut werden. Zu den einzelnen Fachbereichen berichtete Wolff, dass im Fachbereich der Ambulanten Pflege stark in die Gewinnung neuer Pflegefachkräfte und damit die Zukunft investiert wurde. Eine Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen bestätigte das Ergebnis des Vorjahres, erneut wurde die Bestnote „1,0“ vergeben.

Erfreulich auch die Entwicklung des Ambulant Betreuten Wohnens (BeWo). Ein Teilbereich, das BeWo 67 (Personen in besonderen sozialen Situationen) wächst weiterhin, Ende 2019 wurden 53 Personen unterstützt, 15 mehr als im Vorjahr.

Mehr Kirchensteuermittel benötigten die Sozialen Dienste, dazu gehören die Sozialberatung, die Wohnungslosenberatung die Flüchtlingsberatung sowie die Suchtberatung und Suchtvorbeugung. Gerade in Corona-Zeiten werden die Sozialen Dienste noch stärker nachgefragt: In Kleve und Xanten etwa stieg die Zahl der Ratsuchenden in der Sozialberatung um 22 Prozent.

Der Kirchensteueranteil beim Betreuungsverein der Diakonie im Kirchenkreis Kleve betrug 2019 immer noch 22,8 Prozent trotz der gesetzlichen Neuregelung der Vergütung der Vereinsbetreuer. Der Betreuungsverein ist mit 621 Ehrenamtlichen (49 Bevollmächtigte, 572 Betreuer) und 818 betreuten Personen ein besonderer Schatz der Diakonie im Kirchenkreis. Er ist der größte und erfolgreichste Betreuungsverein im Rheinland.

Geschäftsführer Joachim Wolff berichtete auch über die aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie, die Arbeit des Krisenstabes, die Schließung der Tagespflegen über mehrere Wochen und die damit verbundene Kurzarbeit: Nach aktualisierten Berechnungen könnten die Einbußen der Diakonie bei 450.000 Euro liegen. Ein zweiter „Lockdown“ hätte wirtschaftlich verheerende Auswirkungen, so Wolff.

Diakonischer Corporate Governance Kodex (DGK) und Transparenzstandards

Die Mitgliederversammlung schloss sich dem Diakonischen Governance Codex (DGK) an. Er ist ein Regelungswerk zur Kompetenzabgrenzung und Kommunikation der Organe untereinander. Er unterstützt die unternehmerische Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen. Die ebenfalls beschlossenen Transparenzstandards von Diakonie und Caritas sind Bestandteil des DGK. Der Transparenzbericht wird nun jährlich auf der Internetseite www.diakonie-kkkleve.de/transparenzbericht veröffentlicht.

Hinweis auf die im Herbst anstehenden Vorstandswahlen

Der Vorstandsvorsitzende Pfarrer Hartmut Pleines rief die Delegierten der Mitglieder dazu auf, für die im Herbst anstehenden Vorstandswahlen geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu benennen. Die Mitgliedschaft in einem Presbyterium oder die Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche seien keine Voraussetzung für eine Kandidatur.

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