Propst Stefan Notz bedankte sich bei Dr. Stefan Feltes für dessen langjährigen Einsatz. Schulseelsorger und Pastoralreferent Matthias Heinrich sowie Walter Groß vom Kirchenvorstand (v.l.) überreichten zum Abschied einen Stein aus der Bodenplatte des Xantener Doms (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)

Xanten. Gebürtiger Rheinberger geht nach 17 Jahren in Xanten in den Ruhestand

Als aus den geöffneten Fenstern im Obergeschoss spontan Applaus in den Innenhof des Placidahauses in Xanten schallt, strahlt Dr. Stefan Feltes. Er winkt den Schülerinnen und Schülern, die sich an den Fenstern versammelt haben, zu, „Ich komme gleich noch zu Euch, um mich zu verabschieden“, ruft er lachend.

Nach 17 Jahren ist der Leiter des Berufskollegs Xanten in den Ruhestand verabschiedet worden. Schon wegen der Corona-Pandemie war keine große Feier möglich, doch die wollte der 65-Jährige sowieso nicht haben, wie mehrfach betont wurde. Stattdessen gab es Sekt für ihn, seine Frau und das Lehrerkollegium – einigen Wegbegleitern fiel es sichtlich schwer, zum Abschied nicht mal die Hand reichen zu dürfen. In den vergangenen Monaten habe man schon eine „bizarre Situation“ erlebt, blickte Feltes zurück. Grundsätzlich aber sei es ihm und dem Lehrerkollegium in all den Jahren ein Anliegen gewesen, das Berufskolleg gegenüber dem Umfeld zu öffnen und es über die Stadtgrenzen hinaus präsenter zu machen. „Wir haben uns immer für ein gutes Lernklima eingesetzt und wissen unsere Schülerinnen und Schüler zu schätzen“, betonte er.

Für die Pfarrei St. Viktor – in ihrer Trägerschaft ist das Placidahaus – bedankte sich Propst Stefan Notz bei dem scheidenden Schulleiter. „Auch wenn Sie keine große Abschiedsfeier wollen, ist es wichtig, ,Danke‘ zu sagen“, wandte sich der Propst an Feltes. „Das Haus ist eine anerkannte und profilierte Einrichtung, daran haben Sie einen maßgeblichen Anteil“, betonte Notz. Die Propsteigemeinde habe die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Schulleiter stets geschätzt.

Als Andenken erhielt Feltes einen Teil der Bodenplatten aus dem Xantener Dom, die gerade ausgetauscht werden. Dazu gab es von den Lehrerinnen und Lehrern noch ein eigens auf ihn getextetes Abschiedsständchen und französische Comics – denn der Frankreich-Liebhaber Feltes wird einen Teil seines Ruhestandes in seinem Lieblingsland genießen.

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