Bei einem Verkehrsunfall auf der L361 bei Grevenbroich musste am Samstagmittag, 27.6.20 eine Person aus dem Unfallwrack gerettet werden. Nach rund 45 Minuten hatte die Feuerwehr das Unfallopfer befreit (Foto: Feuerwehr Grevenbroich)
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Grevenbroich. Vier Alarme, teils nahezu zeitgleich – ein schwerer Verkehrsunfall, Brandalarme aus einem Gewerbebetrieb und einem Seniorenwohnheim sowie der Verdacht auf ausströmendes Gas in einem Wohnhaus -, hielten am Samstag fast alle Löscheinheiten der Feuerwehr Grevenbroich auf Trab.

Um 11:11 Uhr hatten automatische Brandmelder in einer Gärtnerei in Neurath Alarm geschlagen. Daraufhin entsandte die Leitstelle Rhein-Kreis Neuss Kräfte der Hauptamtlichen Wache aus Grevenbroich sowie die Löscheinheiten Frimmersdorf/Neurath und Gustorf zur vermuteten Brandstelle. Vor Ort konnten die Helfer allerdings rasch feststellen, dass es nicht Feuer war, das den Brandalarm ausgelöst hatte, sondern im Gegenteil Wasser. Bei Reinigungsarbeiten war so viel Wassernebel an die Sensoren gelangt, dass diese Alarm schlugen. Ohne tätig zu werden, konnten die rund 25 Einsatzkräfte wenig später wieder einrücken.

Deutlich mehr Arbeit bereitete ab etwa 14 Uhr ein Verkehrsunfall auf der Kreuzung der L361 mit der K10. Dort waren zwei Kleinwagen kollidiert. Während ein Fahrer nur leichtverletzt war, stellte der Rettungsdienst beim anderen schwerere Verletzungen fest. In Absprache mit dem Notarzt leitete die Feuerwehr daher eine sogenannte patientenschonende Rettung ein. Dabei wurden Dach und Türe des Unfallwagens entfernt, um das Unfallopfer ohne größere Drehung der Körperachsen aus dem Wrack heben zu können. Nach rund einer Dreiviertelstunde war die Person befreit und an den Rettungsdienst übergeben.

Noch während diese Rettung lief, löste die Leitstelle um 14:19 erneut Alarm für die Grevenbroicher Wehr aus. In einem Seniorenwohnheim an der Mathias-Esser-Straße in Elsen hatte ein Rauchmelder in einem Bewohnerzimmer Alarm geschlagen. Die zunächst zur Unfallkreuzung alarmierten Ehrenamtler der Löscheinheiten Stadtmitte und Wevelinghoven wurden daraufhin nach Elsen umdisponiert, ebenso wie die Teams der Löscheinheiten Gustorf, Kapellen und Hemmerden. Auch im Fall des Brandalarms im Wohnheim stellte sich allerdings nach kurzer Zeit heraus, dass es sich um eine technische Störung handelte und keine Personen in Gefahr waren. Daraufhin konnten die Einsatzkräfte wieder ihre Standorte anfahren.

Kurz vor 20 Uhr abends folgte dann noch ein potenziell brisanter Alarm nach Kapellen. Die Leitstelle meldete den Verdacht auf ausströmendes Gas in einem Wohnhaus an der Straße Am Burghof. Die kurz darauf eintreffenden Kräfte der Löscheinheit Kapellen sowie der Hauptamtlichen Wache kontrollierten das Gebäude unter Atemschutz und mithilfe von speziellen Prüfgeräten. Zum Glück stellte sich dabei heraus, dass es keine außergewöhnliche Gaskonzentration in dem Gebäude gab. Zwei Bewohner des Hauses wurden vom Rettungsdienst versorgt. Während des Einsatzes kam es zur zeitweiligen Sperrung der Straße Am Burghof und des Kapellener Kirmesplatzes. Knapp eine Stunde nach dem Alarm war auch dieser Einsatz beendet. (ots)

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