Hanns-Peter Klasen und Susanne Koß, Kompetenzzentrum Geriatrie (Foto: SIS)
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Viersen. Wollen erste Anlaufstelle für Fragen zu älteren Menschen sein

Immer wieder sieht Hanns-Peter Klasen, Chefarzt der Klinik für Geriatrie am St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln, dass es von vielen Seiten Informations-Bedarfe und -Defizite rund um das Thema der älteren sowie der älteren, erkrankten Menschen gibt. Das war der Anlass für ihn, ein „Kompetenzzentrum Geriatrie“ zu gründen. Es soll nun erste Anlaufstelle im Kreis Viersen für diese Fragen werden. Koordiniert wird das neue Zentrum von Susanne Koß, die über 20 Jahre als Pflegefachfrau in der Alten- und Krankenpflege tätig war. Sie gehört seit dem Start der Geriatrie zum Team.

 

Unkompliziert und unbürokratisch

Schon jetzt bitten ihn Arztpraxen, Angehörige, aber auch ältere Patienten um seinen Rat. Wie kann die pflegerische Betreuung aussehen? Wie geht es nach dem Krankenhaus weiter? Was können Angehörige leisten? Wer kann sie bei der Pflege unterstützen und viele andere Fragen mehr.

„Unsere Aufgabe wird es sein, diese Anfragen von Privatpersonen zu bündeln und auf kurzem Dienstweg eine Antwort zu geben oder einen Ansprechpartner zu nennen“, fasst Hanns-Peter Klasen die Tätigkeit des neuen Zentrums zusammen. „Ganz unkompliziert und unbürokratisch soll das funktionieren“, so das gemeinsame Ziel.

 

Aufbau einer Datenbank

Die Antworten auf Fragen können persönlich, aber auch telefonisch erteilt werden. Erste Aufgabe von Susanne Koß wird deshalb der Aufbau einer entsprechenden Datenbank sein, in der die Hilfsangebote aufgenommen werden. Als Basis nutzt sie eine Datenbank, die in der St. Franziskus-Stiftung verfügbar ist. Das St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln gehört zu dieser Stiftung.

 

Vermittlung von Lernangeboten

Im nächsten Schritt soll dann die Vermittlung von konkreten Lernangeboten, der sogenannten „Familialen Pflege“, folgen. Hier werden in einer Pflegeschulung Angehörige und Interessierte von Gesundheits- und Krankenpflegerin Maria Maschek in die praktischen Tätigkeiten der Pflege eingeführt.

 

Seminare für professionelles Personal

Aber auch weiterführende Seminare, beispielsweise zu geriatrischen und pflegerischen Themen, sollen angeboten werden. Sie werden sich an das professionelle Personal in Alten- und Pflegeheimen, Seniorenresidenzen, ambulante Pflegediensten und anderen Einrichtungen richten.

Vermittelt werden in diesen Schulungen umfassende Kenntnisse zur Wundversorgung, Delir-Prophylaxe, Ernährung im Alter und vieles mehr. Diese Seminare werden von externen Lehrkräften durchgeführt werden.

„Wir haben eine Fülle von Ideen, um älteren Menschen, ob gesund oder krank, das Leben zu erleichtern. Aber auch ihren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen“, erläutert Susanne Koß.

 

Neues Angebot in der Region

Mit dem neuen „Kompetenzzentrum Geriatrie“ betritt das St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln nun Neuland. Denn, weil die Menschen älter werden, bleiben oft viele Fragen zu ihrer Situation und den Pflege-Bedürfnissen offen. „Das wollen wir nun ändern und erste Anlaufstelle für alle Fragen rund um dieses Thema werden“, ist das Ziel von Hanns-Peter Klasen und Susanne Koß.

Erreichbar ist das „Kompetenzzentrum Geriatrie“ unter der Telefon-Nummer 021 62 / 899-382 und der E-Mail-Adresse: kompetenz-geriatrie@st-irmgardis.de.

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