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Mönchengladbach. Update 8.7.2020: Im Zusammenhang mit dem im Amtsgericht Rheydt aufgetauchten Brief mit einer verdächtigen Substanz hat die Polizei Mönchengladbach einen Tatverdächtigen ermitteln und dingfest machen können.

Die Ermittlungen der Polizei Mönchengladbach führten rasch auf die Spur eines 42-jährigen Mannes, den Polizisten noch am Dienstag in den Abendstunden an seiner Wohnanschrift im Mönchengladbacher Stadtgebiet antreffen konnten. Da Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung vorliegen, wurde der Mann vom Ordnungsamt in ein Fachkrankenhaus eingewiesen.

Beim Amtsgericht in Rheydt an der Brucknerallee ist am Dienstag, 7. Juli, in den Morgenstunden im Posteingang ein Drohschreiben an eine Richterin entdeckt worden, das eine verdächtige Substanz enthielt. Die Folge war ein Einsatz von Polizei und Feuerwehr. Am Mittag konnte von der Feuerwehr Entwarnung gegeben werden: Die Substanz in dem Brief war ungefährlich. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

Gegen 7 Uhr war der Brief aufgetaucht. Polizei und Feuerwehr wurden alarmiert und rückten zum Amtsgericht aus. Das Gerichtsgebäude musste nicht evakuiert werden; einzelne Räumlichkeiten wurden abgesperrt. Der Dienstbetrieb konnte aber weiterlaufen. In unmittelbarer Nähe zum Gerichtsgebäude wurde ein Teilabschnitt der Nordstraße als Bereitstellungsraum für die Einsatzfahrzeuge gesperrt.

Im Einsatz waren – neben zahlreichen Polizeibeamten – circa 40 Kräfte der Feuerwehr mit dem Löschzug der Feuer- und Rettungswache II (Holt), einem Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuer- und Rettungswache III (Rheydt), einem Sonder-Einsatzzug für Gefahrguteinsätze und einer Sondereinsatzgruppe “Messen” aus dem Technik und Logistikzentrum (Holt) sowie der Fachberater Chemie und der Führungsdienst der Feuerwehr. Die Versorgung der Einsatzkräfte an der Einsatzstelle konnte vom Deutschen Roten Kreuz sichergestellt werden. Während der Dauer des Einsatzes wurden die Feuer- und Rettungswachen II (Holt) und III (Rheydt) durch die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr aus Rheindahlen und Rheydt besetzt. Die Feuerwehr Mönchengladbach wurde bei diesem Einsatz unterstützt von einer Analytischen Task Force (ATF) mit Komponenten der Feuerwehren aus Köln und Essen.

Die Probenentnahme und die Untersuchungen der Feuerwehr führten schließlich am Mittag gegen 13 Uhr zu dem Ergebnis, dass es sich um eine völlig ungefährliche Substanz gehandelt hat. Die Sperrungen konnten aufgehoben werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um den Absender des Drohschreibens ausfindig zu machen. Es geht um den Tatvorwurf der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Sachdienliche Hinweise erbittet die Polizei Mönchengladbach unter der Rufnummer 02161-290. (ots)

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