Campus Park Rheydt (Foto: © Stadt Mönchengladbach)

Mönchengladbach. Die Bauarbeiten des ersten Bauabschnittes des Großprojektes „Entwicklung des Umfeldes Grenzlandstadion zu einem Campus Park Rheydt“ schreiten voran. Wo Mitte März noch das Grün eines Spielfeldes zu sehen war, ist jetzt mehr oder weniger ein riesiges Erdloch. „Das musste alles abgetragen werden, um jetzt nach und nach den Unterboden für die Spielfelder wieder aufzubauen“, erklärt der Fachbereichsleiter Schule und Sport Harald Weuthen. Auch die Entwässerungssysteme werden ganz neu angelegt. Denn hier entstehen zwei neue Kunststoffrasenspielfelder. Wieviel dafür hier bisher schon im wahrsten Sinne des Wortes bewegt wurde, zeigt alleine, dass etwa 1.000 Lastwagen voll an Erde und Co. abgetragen worden sind.

Doch nicht alles wird den Baggern weichen: Die Mauer zur Nordstraße bleibt ebenso stehen wie die große Tribüne. Auch diese wird saniert und bleibt dem traditionsreichen Stadion, das 1922 entstand, erhalten. Gegenüber der Tribüne entsteht auf einem Erdwall aber etwas völlig Neues, berichtet Ellen Neudeck vom Fachbereich Schule und Sport: „Hier wird der Wall noch befestigt, damit darauf dann ein neues Multifunktionsgebäude gebaut werden kann.“ Das Gebäude wird mit Umkleideräumen, Schiedsrichterräumen, einem Vereinsraum, einem Multifunktionsraum sowie den entsprechenden Sanitäreinrichtungen ausgestattet. Es soll aber nicht ausschließlich dem Sport vorbehalten bleiben, sagt Weuthen: „Ähnlich wie wir es bei der Anlage Radrennbahn schon haben, soll hier das gesamt Quartier von profitieren und auch das Gebäude nutzen können. Das kann eine Spielgruppe genauso gut sein, wie Schule oder eine Seniorengruppe, die sich hier treffen kann.“

Abgerundet wird das insgesamt 4,6 Millionen teure Projekt in diesem ersten Bauabschnitt durch einen beleuchteten Fußweg (Quartiersverbindung) durch das Grenzlandstadion. Er schafft die Verbindung von der Breitestraße, am Grenzlandstadion entlang hin zum Jahnplatz und zur Nordstraße. Die Finanzierung des gesamten Projektes erfolgt über Mittel des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes (KInvFG) (90 v.H.) sowie städtische Haushaltsmittel (10 v.H.).

Die Offenheit für die Allgemeinheit gilt dabei nicht nur für das Gebäude. Die gesamte Anlage soll nach Fertigstellung auch das gesamte Quartier bereichern. „Wenn hier dann mal ein paar Mädels oder Jungs Kicken möchten und die sich ordentlich verhalten, dann soll das genauso sein.“ , ergänzt Weuthen, der auch davon ausgeht, dass die Anlage an sich bereits Ende dieses Jahres bespielbar sein wird. Läuft alles nach Plan, soll dann im Sommer 2021 das neue Gebäude fertig sein.

Beitrag drucken
Anzeigen