Beim runden Tisch im Schloß Borbeck: v.l.n.r. Juliane Böttcher (Ärztliche Leitung Gesundheitsamt), Stadtdirektor Peter Renzel, Susanne Asche (Bürgerschaft), Oberbürgermeister Thomas Kufen und Dr. Dirk Albrecht (Vorsitzender der Geschäftsführung Contilia GmbH) (Foto: Elke Brochhhagen, Stadt Essen)
Anzeige

Essen. Am gestrigen Dienstag (7.7.) hat der zweite angekündigte Runde Tisch zum Thema Contilia stattgefunden.

Im Schloss Borbeck ging es um die Planungen der Contilia zum Philippusstift in Borbeck. Die Krankenhaus-Gruppe hatte angekündigt, zwei Häuser des Katholischen Klinikums Essen (KKE) in Altenessen und Stoppenberg zu schließen und das Philippusstift im Stadtteil Borbeck in seinen Kapazitäten zu erweitern und zu modernisieren. Auch zu diesem Runden Tisch waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, der Stadtgesellschaft sowie der Medizin eingeladen. Seitens der Contilia war die Geschäftsführung anwesend. In dem Gespräch verwies die Geschäftsführung darauf, dass das Philippusstift bereits mit zwei neuen Fachabteilungen beweise, dass das Haus Potenzial für einen Ausbau habe, während aus dem Stadtteil die Sorge geäußert wurde, dass mit dem Ausbau vor allem auch die verkehrliche Situation dringend geklärt werden müsse. Darüber hinaus dürfe es durch die geplante Schließung der beiden Häuser in Altenessen und Stoppenberg nicht zu einer schlechteren medizinischen Versorgung oder zu längeren Wartezeiten in Borbeck kommen. Dringend hingewiesen wurde seitens der Politik nochmals auf die Situation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Beim Thema Notfallversorgung hat die Geschäftsführung der Contilia darauf verweisen, dass es bereits Gespräche mit der Feuerwehr Essen gebe und sowohl das Notfalleinsatzfahrzeug wie auch die Besetzung weiterhin durch die Contilia im Stadtteil Stoppenberg gestellt würden.

Zum Abschluss der rund zweistündigen Diskussionsrunde wurde die dringende Bitte an die Contilia ausgesprochen, die Borbeckerinnen und Borbecker transparent über die konkreten Pläne zum Philippusstift zu informieren. Oberbürgermeister Thomas Kufen hat weitere Gespräche in den Stadtteilen angeboten und berichtet, dass im nächsten Schritt nun die Verwaltung auf die Contilia zugeht, um in Verhandlung über die Grundstücke in Altenessen und Stoppenberg zu treten. Darüber hinaus werden voraussichtlich Ende Juli Gespräche mit weiteren Akteuren der Gesundheitswirtschaft zu den Contilia-Standorten im Essener Norden stattfinden.

Beitrag drucken
Anzeigen