Hans-Peter Becker (links), Klaus-Dieter Grambau (3.v.l.) und Mustafa Rogoj (4.v.l.) aus der Nachbarschaft nach dem Gespräch mit dem OB-Kandidaten der SPD, Thorsten Berg (2.v.l.) sowie den sozialdemokratischen Ratskandidaten für die Stadtmitte, Axel. J. Scherer (2.v.r.) und Gianni Virgalitta (Foto: privat)

Oberhausen. Müll auf der Straße, Drogenhandel, massive Trinkgelage und das tägliche Verrichten der Notdurft an den Wänden der Herz-Jesu-Kirche oder in den Hauseingängen an der Christoph-Schlingensief-Straße – für die Seniorinnen und Senioren der Häuser an der ehemaligen Pacellistraße ist das Maß voll. Gemeinsam hatten die Anwohner ihrem Ärger jüngst Luft gemacht, die WAZ darüber berichtet. Dies haben der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Thorsten Berg sowie die Ratskandidaten für die Stadtmitte-Nord und -Süd, Axel J. Scherer und Gianni Virgallita, zum Anlass genommen, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.

„Eine vernünftige Stadtentwicklungspolitik, die sich an den Interessen der Menschen orientiert, muss gewährleisten, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner auch an diesem Ort wohlfühlen. Das, was ich heute hier erlebe, ist genau das Gegenteil. Die Menschen sind verunsichert und fühlen sich allein gelassen“, resümierte Thorsten Berg. „Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Stadtspitze die Stadtmitte und die wirklichen Probleme nicht im Blick hat. Das Pflaster und ein paar Fassaden reinigen zu lassen, reicht eben nicht“, so der OB-Kandidat. „Die Menschen mit ihren Problemen zu ignorieren oder zu vertrösten übrigens auch nicht.“

Dabei lässt sich einiges bewegen rund um das Pacelli-Quartier. Davon ist jedenfalls Ratskandidat Axel J. Scherer überzeugt: „Auch wenn der Anlass unseres Treffens kein schöner ist, können wir festhalten: Hier engagieren sich Menschen aus der Mitte für ihre Nachbarschaft. Gemeinsam mit ihnen und den Gewerbetreibenden müssen Politik und Verwaltung Lösungen für dieses Quartier finden – und auch endlich umsetzen.“

Der Vorsitzende der Oberhausener Jusos, Gianni Virgallita, fordert endlich einen ganzheitlichen Ansatz zur Lösung der mannigfaltigen Probleme rund um den Altmarkt. „Natürlich kann es nicht sein, dass Anwohnerinnen und Anwohner vor ihrer eigenen Haustür Angst haben oder sich ekeln, da müssen auch Grenzen gesetzt werden. Allerdings sind hier auch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter gefragt, um die Situation nachhaltig zu verbessern.“ Das steht auch für den OB-Kandidaten der SPD fest. „Ein Abschieben von Menschen mit Drogen- oder Alkoholabhängigkeit löst das Problem nicht, sondern verlagert es lediglich“, so Thorsten Berg. „Wir brauchen ein Konzept, das auch die Betreuung dieser Menschen einschließt.“

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