Die Bilder Padaos in der Salvatorkirche (Foto: Evangelischer Kirchenkreis Duisburg)

Duisburg. Walter Maria Padao hat seit 1994 zahlreiche Kunstperformances durchgeführt und in vielen Ausstellungen seine Werke ausgestellt. Jetzt zeigt er in der Duisburger Salvatorkirche seine aktuellen Bilder, die unter dem Titel „entzogen“ das Grauen und das Unglück der Love-Parade-Tragödie thematisieren. Mit den Untertiteln auf dem Programmheft zur Ausstellung – „entzogen… dem Leben, …der Menge, …der Verantwortung, …dem Vergessen, …der Zeit“ – macht die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg die vielfachen Dimension der Entzogenseins deutlich.

Pfarrer Martin Winterberg wird seine Predigten zu den Gottesdiensten, die die Ausstellung eröffnen und beenden, auf diese Interpretationsmöglichkeiten der Werke von Padao beziehen. Walter Padao, der in Kassel und Bologna studierte und in Nürnberg Meisterschüler von Johannes Grützke war, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Seine Gemälde zur Loveparade-Katastrophe, von denen manche 2,5 Meter hoch sind, muten wie regelrechte Bühnenbilder an und sind geprägt von dunklen Farben, denn sie alle zeigen – fast schon plastisch – das Grauen und Unglück vom 24. Juli 2010 in Duisburg.

Neben dem großformatig-dreiteiligen Werk zur Tragödie am Tunnel sind auch andere Werke des Künstlers ausgestellt, die zum Thema „Resonanz in den Flüchtigkeiten unserer Welt“ Stellung beziehen und am Ende der Ausstellungszeit im Mittelpunkt eines Gottesdienst stehen werden.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 19. Juli 2020 um 10 Uhr im Gottesdienst. Zu sehen ist sie bis zum Sonntag, 9. August 2020, wo sie um 10 Uhr mit Gottesdienst und Finissage endet. Walter Maria Padao und Gemeinde laden außerdem zu einem Künstlergespräch am 28. Juli um 16 Uhr und einem am 31. Juli um 19 Uhr in das Gotteshaus ein. Ein besonderes, zusätzliches Ereignis ist das Konzert am 8. August um 21 mit einer Live Painting Projektion von Walter Maria Padao und seinem Künstlerkollegen Frank Oehlmann.

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ist die Platzzahl in der Salvatorkirche begrenzt und Anmeldungen zu Eröffnung und Finissage sowie Künstlergesprächen und Konzert erforderlich (unter 0203 287262, 0203 311176 oder walter@padao.de). Zu allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei, zu sehen ist die Ausstellung im genannten Zeitraum auch zu den aktuellen Sonderöffnungszeiten der Salvatorkirche (dienstags von 15 bis 17 Uhr, donnerstags von 11 bis 13, freitags von 15 bis 17 und samstags von 11 bis 13 Uhr); der Eintritt ist auch hier frei.

Weitere Informationen gibt es unter www.salvatorkirche.de; Infos zum Künstler unter http://padao.de.

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