Udo van Neer, Landratskandidat der FDP (Foto: FDP Kreis Viersen)
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Kreis Viersen. Mit einer mutigen Idee hatte die FDP Willich im Rahmen eines Prüfantrages für eine alternative Trassenführung zur Weiterführung der S28 über Willich nach Viersen aufhorchen lassen. Die Alternative sieht vor, die Strecke ausschließlich über das Kreisgebiet Viersen zu führen und hierfür die neue und zugleich breite Untertunnelung der A52 zu nutzen. Die Liberalen machen sich für diese Lösung stark, da trotz intensiver Gespräche zwischen Landrat Dr. Andreas Coenen (Kreis Viersen) und Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners (Mönchengladbach) seit Jahren kein Willen der Vitusstadt erkennbar ist, das S28-Projekt zu unterstützen.

Während der Gladbacher CDU-Rathauschef in Aussicht stellte, dass ein neu gewählter Stadtrat vielleicht anders entscheiden könne, sprach CDU-Landrat Coenen in einem Presseinterview von einer gestörten Beziehungsebene zwischen beiden Gebietskörperschaften. Obwohl das S28-Projekt damit vorläufig nicht voran kommt, erteilt Andreas Coenen dem FDP-Prüfauftrag eine Absage.

Mit Unverständnis reagiert nun Landratskandidat Udo van Neer (FDP) auf die Äußerungen des amtierenden Landrates: „Für die Freien Demokraten im Kreis Viersen hat die Realisierung der Verlängerung der S28 oberste Priorität. Der Bedarf ist gegeben, wir brauchen im Kreis Viersen mehr Mobilität. Die Verlängerung wird entscheidend zur Stärkung unseres Standorts beitragen. Es ist für mich selbstverständlich, dass die Parteifreunde vor Ort nach nunmehr zwei Jahren des Stillstandes die Prüfung von Alternativen fordern. Hier ist der Landrat in der Verantwortung. Es reicht nicht aus, immer nur zu betonen, dass man sich in guten Gesprächen mit Mönchengladbach befindet und gleichzeitig die Beziehungsebene als gestört bezeichnet. Es müssen endlich handfeste Ergebnisse her. Solange dies nicht geschieht, dürfen Alternativvorschläge kein Tabu sein. Die Freien Demokraten werden bei dem Thema nicht locker lassen.“

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