Für Claudia Avenia und David Cruse (auf der Bank) startete die Pflege-Ausbildung ebenso ungewohnt wie für Schulleiter Dirk Raskopf (Foto: Theodor Fliedner Stiftung)
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Mülheim/Duisburg. Im kalten Wasser nicht alleine

Im April war es soweit und der erste Kurs der neuen generalistischen Pflegeausbildung startete an den Pflegeschulen der Theodor Fliedner Stiftung. Für den Herbst werden sind noch wenige Plätze frei.

„Wir wurden schon ein bisschen ins kalte Wasser geworfen“, bringt es David Cruse auf den Punkt. Am 1. April startete er wie 26 Kolleginnen und Kollegen an der Fliedner Pflegeschule seine Ausbildung als Pflegefachkraft. Es ist der erste Kurs der sogenannten Generalistischen Ausbildung, in der erstmals bei Fliedner Menschen in allen pflegerischen Bereichen, also in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege ausgebildet werden. Doch aus einem regulären Start in die Ausbildung wurde aufgrund der damaligen Corona-Situation nichts. „Normalerweise kommen alle Auszubildenden erst einmal in die Theorie zu uns an die Schule, unabhängig davon, wo sie eigentlich angestellt sind“, erklärt Dirk Raskopf, Leiter der beiden Schulstandorte von Fliedner in Mülheim und Duisburg. Doch die Auszubildenden wurden gebraucht. „Wir haben die Teams vor Ort direkt unterstützt“, erzählt Claudia Avenia. Sie arbeitet wie ihr Kollege in der Fliedner Altenhilfeeinrichtung Pflege & Wohnen am Park in Duisburg Großenbaum.

„Durch die gute Begleitung der Praxisanleitungen vor Ort war das möglich“, so Dirk Raskopf. Die Pflege-Azubis konnten so schon nach kurzer Zeit die Wohnbereiche oder Stationen entlasten. „Nach ein paar Tagen konnte ich schon die ersten Bewohner alleine waschen oder ihnen Essen anreichen“, sagt Claudia Avenia stolz. Natürlich haben sie sich den Start in die Ausbildung anders vorgestellt, „es ist schade, dass wir bis zuletzt noch nicht wirklich im Klassenverbund zusammen waren“. Erst nach einigen Wochen ging es Richtung Mai zwar zur Schule, doch auch hier war und ist einiges anders. „Wir mussten die Klassen splitten, um den nötigen Abstand zu gewährleisten“, beschreibt Dirk Raskopf die ungewohnte Situation, in der auch weiterhin unterrichtet wird. „Und das mit doppeltem Personal.“ Doch Dirk Raskopf ist auch stolz auf das Kollegium. „Alle haben sich toll eingebracht, E-Learning Material bereitgestellt und wir alle haben Videos aufgenommen, um uns den Azubis übers Internet vorzustellen.“ Noch ist nicht sicher, wie alles weitergehen wird und wann man wieder zu einem Betrieb wie vor der Pandemie zurückkommt, doch bereut haben Claudia Avenia und David Cruse den Schritt bislang nicht. „Wir haben uns sehr auf die Ausbildung gefreut, denn sie bietet eine tolle Perspektive.“ Dank der generalistischen Ausrichtung sind sie zwar aktuell beide in Altenpflege-Einrichtungen aktiv, doch sie können nach der Ausbildung auch problemlos in die anderen Bereiche wechseln. „Am liebsten natürlich Fliedner-intern“, schmunzelt Dirk Raskopf, sieht hier jedoch große Vorteile. Bis auf die Kinderkrankenpflege kann die Theodor Fliedner Stiftung in und um Mülheim an der Ruhr alle Arbeitsfelder abdecken. „Neben den vielen Altenpflege-Wohnformen haben wir Wohnformen für Menschen mit Behinderungen, mobile Pflegedienste und auch das Fliedner Krankenhaus – die Aussichten sind also sehr gut.“

Bewerbungen an bewerbung@fliedner.de / Infos unter www.pflege.fliedner.de

 

Pflegeschule der Theodor Fliedner Stiftung
Kölner Str. 292
45481 Mülheim an der Ruhr

Dirk Raskopf
Telefon: (0208) 4843-194
E-Mail: pflegeschule.muelheim@fliedner.de
www.pflegeschulen.fliedner.de

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