Insgesamt neun Personen wurden beim Unfall auf der A46 bei Grevenbroich-Kapellen teilweise schwer verletzt (Foto: Feuerwehr Grevenbroich)

Grevenbroich. Ein schwerer Verkehrsunfall auf der A 46 in Fahrtrichtung Neuss forderte am Dienstagnachmittag die Kräfte der Grevenbroicher Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes des Rhein-Kreises Neuss. An dem Auffahrunfall zwischen den Anschlussstellen Kapellen und Holzheim waren fünf Fahrzeuge beteiligt, neun Personen wurden verletzt. Während der umfangreichen Rettungsarbeiten war die Autobahn für fast zwei Stunden voll gesperrt.

Kurz vor Holzheim war ein PKW kurz vor 17 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache mit hoher Geschwindigkeit auf einen vor ihm fahrenden Wagen aufgefahren. Dieser wiederum schob einen dritten und vierten PKW gegeneinander, einer der Wagen wurde schließlich noch gegen ein fünftes Fahrzeug geschleudert. Aufgrund der Vielzahl der dabei verletzten Personen löste die Leitstelle des Rhein-Kreises Neuss einen Großeinsatz des Rettungsdienstes mit dem Einsatzstichwort Massenanfall von Verletzten aus und entsandte zudem Kräfte der hauptamtlichen Wache sowie der ehrenamtlichen Löscheinheit Kapellen der Feuerwehr Grevenbroich zur Unterstützung an die Einsatzstelle.

Die wenig später eintreffenden Helfer fanden die Fahrbahn komplett blockiert vor, allerdings glücklicherweise keine Personen in den Unfallwracks eingeklemmt. Während ein Teil der Feuerwehrkräfte den Brandschutz sicherstellte, klemmten andere Wehrleute die Batterien der Fahrzeuge ab, um mögliche Folgebrände zu verhindern. Weitere Kräfte der Feuerwehr unterstützten die Teams des Rettungsdienstes bei der Versorgung und Betreuung der Verletzten. Nach Abschluss der Rettung reinigten die Wehrleute die Fahrbahn von den Trümmerteilen.

Insgesamt waren sechs Erwachsene und drei Kinder betroffen. Vier Personen wurden leicht, vier mittelschwer und eine Person schwer verletzt. Betroffen waren zudem zwei Hunde, die in einem PKW transportiert worden, aber augenscheinlich nicht verletzt wurden. Die Verletzten wurden von zwei Notärzten betreut und mit sechs Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser transportiert. Ein Feuerwehrmann verletzte sich beim Einsatz leicht.

Gegen 18:50 war zumindest eine Fahrspur Richtung Neuss wieder frei und der Einsatz für die letzten der rund 20 eingesetzten Feuerwehrkräfte beendet. Aussagen zur Unfallursache sowie zur Schadenshöhe kann die Feuerwehr nicht machen. (ots)

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