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Rhein-Kreis Neuss. Reiserückkehrer aus dem Ausland, Lehrer und Mitarbeiter von Kindertageseinrichtungen sollen sich für präventive Corona-Tests zunächst an ihren Arzt wenden. Dies haben Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Dr. Gerhard Steiner, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung im Rhein-Kreis Neuss, und Amtsarzt Dr. Michael Dörr vereinbart. Dabei wird gebeten, sich zunächst telefonisch bei dem jeweiligen Arzt zu melden und nicht ohne Termin in die Praxis zu fahren. Die Ärzte führen die Testung dann entweder selber durch oder vermitteln einen Termin in den Teststellen in Grevenbroich und Neuss, die die kassenärztliche Vereinigung mit Unterstützung des Rhein-Kreises Neuss, der Städte Neuss und Grevenbroich sowie des Deutschen Roten Kreuzes betreibt. Zudem sind für Flugreisende bei der Ankunft auch Testungen an den Flughäfen möglich.

Wer Kontakt zu einem Infizierten hatte oder Symptome einer Erkrankung mit dem Coronavirus bemerkt, soll sich bei der Hotline des Kreis-Gesundheitsamtes melden. Diese ist unter der Telefonnummer 02181/601-7777 montags bis freitags von 8 – 18 Uhr und am Wochenende von 10 – 14 Uhr erreichbar.

Alle Reiserückkehrer aus dem Ausland können sich innerhalb von 72 Stunden nach ihrer Rückkehr kostenfrei auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. Für Rückkehrer aus Risikogebieten ist der Test ab dem 8. August verpflichtend. Die Kosten werden von der Krankenversicherung getragen. Bei der Testung muss ein Nachweis, beispielsweise eine Hotelrechnung, über den Auslandsaufenthalt erbracht werden.

Lehrer und Mitarbeiter von Kindertagesstätten können sich im wöchentlichen Rhythmus kostenfrei testen lassen. Bei der Testung muss ein Nachweis über die Tätigkeit vorgelegt werden. Bei Mitarbeitern von Kindertagesstätten erfolgt die Testung in geraden Kalenderwochen, bei Lehrern in ungeraden.

„Wir stehen im Rhein-Kreis Neuss gut da und bauen unser funktionierendes System in der Zusammenarbeit zwischen den Ärzten und dem Kreis-Gesundheitsamt weiter aus“, so Dr. Steiner.

Auch Landrat Hans-Jürgen Petrauschke ist froh über die gute Kooperation: „Mein Dank gilt allen Ärzten, die sich hiermit mit großem Engagement einbringen und so ermöglichen, dass möglichst viele Corona-Tests durchgeführt werden können. Gleichzeitig können wir in den Teststellen dann gewährleisten, dass alle begründeten Verdachtsfälle zeitnah getestet werden.“ Die wieder zunehmenden Infektionszahlen sowie die deutlich höhere Zahl an Kontaktpersonen je Infiziertem haben zu einem starken Anstieg der Testungen geführt.

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