(Foto: privat)
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Goch/Kreis Kleve. So still war noch keine Synode: Während der 221. Tagung des Evangelischen Kirchenkreises Kleve im Gocher Kastell saßen die 74 Stimmberechtigten, die beratenden Mitglieder und Gäste an Einzeltischen – mit zwei Metern Abstand. Schwierig darum die sonst üblichen Gespräche am Tisch, auf eine Pause wurde auch verzichtet. Umso erfreulicher war die hohe Zahl an Abgeordneten aus den Gemeinden und dem Kirchenkreis, die sich auf diese Rahmenbedingungen eingelassen hatten. Superintendent Hans-Joachim Wefers dankte nach der Andacht Kantorin Jeehyun Park (Geldern) für das besinnliche Spiel am Flügel, Pfarrerin Karin Latour (Kerken) für ihre eindrückliche Predigt über Psalm 73, 23: „Ich bleibe stets bei dir“. Vor der versammelten Synode wurde Schulreferentin Hanna Sauter-Diesing durch den Superintendenten in die kreiskirchliche Pfarrstelle eingeführt und für ihren Dienst gesegnet. Gute Worte mit auf den Weg gaben Pfarrer Jan Christofzik, ebenfalls Referent im Schulreferat Duisburg/Niederrhein und für den kommunalen Kreis Wesel zuständig, sowie Ursula van Haaren, Mitglied des Kreissynodalvorstands.

Damit sich die Landessynode der Ev. Kirche im Rheinland im Januar 2021 konstituieren kann, müssen 37 Kirchenkreise dafür Abgeordnete wählen. In insgesamt acht geheimen Wahlgängen bestimmte die Klever Sommersynode ihre „Landessynodalen“. Qua Amt sind Superintendent Hans-Joachim Wefers (Xanten) als 1. Theologischer Abgeordneter und seine Stellvertretungen, Assessor Robert Arndt und Pfarrerin Rahel Schaller (beide Goch) gesetzt. Als 2. Theologischer Abgeordneter wurde Pfarrer Hartmut Pleines (Geldern) bestätigt. Ebenfalls ohne Gegenkandidaten wurden erstmalig Pfarrer Dr. Georg Freuling (Kleve) als dessen 1. Stellvertretung und Pfarrerin Hanna Sauter-Diesing (Schulreferat Duisburg/Niederrhein) als dessen 2. Stellvertretung gewählt.

Auch bei den Wahlen der zwei nichttheologischen Abgeordneten stellten sich die insgesamt vier Kandidatinnen und ein Kandidat dem Plenum drei Minuten lang vor. Mit Mund-Nasen-Schutz war das eine atemraubende Situation am Mikrofon. „Für jede Position ist in den ersten zwei möglichen Wahlgängen eine absolute Mehrheit erforderlich, beim dritten Wahlgang gewinnt die einfache Mehrheit“, erklärte Pfarrer Robert Arndt. Als 1. Nichttheologische Abgeordnete setzte sich Dr. Rose Wecker (Goch) im dritten Wahlgang durch. Als 2. Nichttheologische Abgeordnete wurde Brigitte Messerschmidt (Xanten) in zwei Durchgängen bestimmt. In stellvertretende Positionen der nichttheologischen Abgeordneten wurden gewählt: Michael Rolle (Kerken), Nicole Ganss (Kevelaer) und Ursula van Haaren (Kalkar).

„En bloc“ das Vertrauen der Synode bekamen die Mitglieder für den Geschäftsführenden Ausschusses des Schulreferats Duisburg/Niederrhein: Jeanette Osthus (Xanten), Dr. Rose Wecker (Goch) und Superintendent Hans-Joachim Wefers (Xanten). Auch wählte die Synode für die Vertretungen im Rechnungsprüfungsvorstand der Rechnungsprüfungsstelle Niederrhein: Ralf Kruse (Kervenheim) und Heinz-Dieter Steinbrecher (Büderich).

Die Herbstsynode
Die Kreissynode am 13. und 14. November 2020 wird sich ebenfalls im Gocher Kastell mit dem Haushalt, Berichten und Wahlen der Hälfte der Mitglieder im Kreissynodalvorstand sowie anderer kreiskirchlicher Gremien beschäftigen.

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