Claire Neidhardt (rechts) und Samira Steigerwald vom Stadtmarketing präsentieren die Aktion "Stumpf-Sinn" auf der Krefelder Promenade (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken)

Krefeld. Vandalismus an der Promenade soll „nicht so stehen bleiben”

Den jüngsten Akt von Vandalismus an der neuen Promenade möchte die Stadt Krefeld – ganz wörtlich genommen – nicht so stehen lassen: Mit der Aktion „Stumpf-Sinn” sollen die Überreste von 30 zerstörten Bäumen nun kreativ umgestaltet werden. Die jungen Pflanzen waren in der Nacht vor der Eröffnung des Radwegs am 2. August von Unbekannten angesägt worden. Sie mussten aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden – nur ein paar Stümpfe erinnern noch an ihre Existenz. Um diese Stämme optisch aufzuwerten und dem Baumfrevel etwas entgegenzusetzen, ruft das Stadtmarketing Krefelder Vereine, Initiativen, Unternehmen, Familien und Freundeskreise dazu auf, jeweils einen Stumpf kreativ zu bearbeiten. „Wir geben die Baumstumpf-Allee zur Gestaltung frei. Es bleibt der Fantasie der Teilnehmer überlassen, ob die Baumstämme geritzt, behängt, umstrickt oder in eine Skulptur umgewandelt werden”, erklärt die stellvertretende Leiterin des Krefelder Stadtmarketings, Claire Neidhardt.

Es ist eine ungewöhnliche Aktion für die Marketing-Expertin: „Eigentlich geht es uns ja eher darum, das Potenzial unentdeckter und vergessener Orte in dieser Stadt zu wecken”, sagt Neidhardt. Da passt das erste Teilstück der Promenade, die demnächst als 16 Kilometer langer Rad- und Fußweg vom Südwesten bis in den Nordosten Krefelds führen soll, nicht so recht ins Bild: Seit der Fertigstellung wird der Weg von der Bevölkerung bereits ausgiebig genutzt. Genau deshalb möchte Neidhardt nun die Energie der Bürgerschaft nutzen, um bis zur geplanten Neupflanzung der Bäume ein positives Signal gegen Zerstörungswut an der Promenade zu setzen. „Die temporäre Baumgalerie soll ein sichtbares Zeichen werden”, betont Claire Neidhardt.

Teilnahme ist kostenlos

Die Teilnahme an der Aktion soll so unbürokratisch wie möglich erfolgen. Wer mitmachen möchte, sollte sich nur per E-Mail an samira.steigerwald@krefeld.de beim Stadtmarketing melden und seine Idee kurz beschreiben. So wird unter anderem sichergestellt, dass keine Botschaften platziert werden, die gegen das Grundgesetz verstoßen. Die Gestaltung des Baumes sollte Wind und Regen einigermaßen aushalten. Mit Sprühfarbe wurden die Bäume nummeriert, so dass jedem, der mitmachen möchten, einfach eine Baumnummer zugeteilt werden kann. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos. Wer möchte, kann seine Aktion per Foto und Video dokumentieren und die Ergebnisse ans Stadtmarketing senden.

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