(Foto: Sparkasse Essen)

Essen. Der Schreck sitzt den Mitarbeitern sowie sicher auch den Kunden und Nachbarn noch in den Gliedern. In den frühen Morgenstunden des 30. Julis meldeten die Alarmsysteme der Sparkasse einen Einbruchsversuch und schon kurze Zeit später gingen diverse Notrufe bei der Polizei ein, dass es mehrere Detonationen im Foyer der Sparkassenfiliale am Karnaper Markt gegeben habe.

Der Polizei, die sofort mit einem Großaufgebot nach den flüchtigen Tätern fahndete, bot sich ein Anblick der Verwüstung. Ziel der Sprengung war der Geldautomat im Foyer, aber der angerichtete Schaden ging weit darüber hinaus: Große Teile des Erdgeschosses waren verwüstet, die Fassade beschädigt, zerborstene Scheiben, deren Scherben und Splitter meterweit geflogen waren, bestimmten das Bild. Die Beschädigungen waren augenscheinlich so erheblich, dass sogar eine statische Prüfung vorgenommen werden musste, die allerdings allen Beteiligten die Sorge um die Standfestigkeit des Gebäudes nehmen konnte.

Nach ersten Aufräumungs- und Planungsarbeiten konnte Filialleiter Thorsten Lipka Ende der Woche mit den ersten positiven Nachrichten aufwarten: „Wir bauen die Filiale wieder auf und sie wird nach der Fertigstellung auf dem neusten Stand sein.“ Während der Umbauzeit arbeiten Lipka und sein Team an zwei Standorten, um sich um „ihre Kunden aus Karnap“ zu kümmern. „Die Filialen in Altenessen und Katernberg ermöglichen uns, dass es weitergehen kann und das neue Teamwork funktioniert richtig gut“, weiß Lipka. „Nur die Kundentresore konnten natürlich nicht verlegt werden, aber mittlerweile haben wir auch dafür eine Lösung gefunden. Nach Terminvereinbarung können unsere Kunden an ihre Fächer.“

Wann Lipka und sein Team wieder vollständig am Karnaper Markt tätig sein kann, ist noch schwer einschätzbar. Die Leiterin der Bauabteilung der Sparkasse, Manuela Lindt, ist optimistisch – und vorsichtig: „Wir haben tolle Planer, Handwerker und Techniker, aber wir haben es hier auch nicht mit einem normal planbaren Bauvorhaben zu tun. Ob und welche bisher nicht erkennbaren Schäden vorliegen, bleibt abzuwarten. Allerdings glaube ich, dass die Karnaper im Frühling 2021 ihre Filiale am Markt wieder vollumfänglich nutzen können.“

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